AJSC Rundbrief

Rundbrief # 6

SteylJanuar 02, 2007

SSpS / SVD / SSpSAP


 

Das Zentralteam AJSC in Steyl sendet Ihnen herzliche Grüsse und Glückwünsche
zu Weihnachten und Neujahr.

Wir haben eine NEUE E-MAIL – ADRESSE:     ajscsteyl@gmail.com
Um mit dem AJSC Kontakt aufzunehmen, machen Sie bitte Gebrauch von dieser
Adresse

In diesem Brief finden Sie:

  1. Tod einer Pionierin – Sr. Clarette Ramírez SSpS
  2. Sr. Matilde in Brasilien an der Arbeit
  3. Jesus auf den Straßen von Berlin           v. Matilde W. Sacardo SSpS
  4. Nachrichten aus den Provinzen
  5. Worte der Ermutigung: Das Generalkapitel der SVD
  6. Aktivitäten des AJSC – Juni bis Dezember 2006
  7. Veröffentlichungen der SSpS
  8. In Kontakt bleiben

1.      Tod einer Pionierin – Sr. Clarette Ramírez SSpS

Im Mai 2006 erhielten wir die Nachricht vom Tod von Sr. Clarette Ramírez, SSpS. Sr. Clarette leistete Pionierarbeit als Mitglied des AJSC- Teams. Sie war nur drei Jahre hier in Steyl, aber ihr Beitrag zur Entwicklung des AJSC war sehr wichtig. Tony Pates , ebenfalls unter den ersten Mitgliedern, schreibt: "Clarette, aus der Gründergeneration stammend, gab dem AJSC eine klare Richtung, was den Einstieg in den Entwicklungsprozeß, die Methodologie im jeweiligen Kontext und die Reflectionserfahrung in der spirituellen Animation angeht. Auf Grund ihrer enormen Fähigkeit, Module zu erstellen die der Linie des Einstiegsprozesses angemessen waren, nannte P. Heekeren sie manchmal Sr. Modulatrix – wir haben dabei viel gelacht. Ich bewahre noch immer in meinem Herzen das Erbe von Sr. Clarette. Es hat mein eigenes Leben mitgeprägt: Schöpferisch wagen, vertrauensvoll riskieren, leidenschaftliche Hingabe an jedes kleine Offensein und sich von den Weisungen des Geistes mitnehmen lassen. Mir wurde die Gnade zuteil, sie zu begleiten in einem ihrer letzten Exerzitienkurse. Sie war geführt vom Geist, um ihre Heimat in der Dreifaltigkeit zu finden, von der sie sich gänzlich in Liebe umarmt wusste, inmitten ihrer körperlichen Leiden und ihrer Krankheit."

Nach ihrer Rückkehr zu den Philippinen führte sie ihre Arbeit in der spirituellen Animation fort, jetzt als Mitglied des SAT in der Dreifaltigkeitsprovinz. Dabei kümmerte sie sich besonders um Programme mit und für Laien. Trotz ihrer nachlassenden Gesundheit blieb Clarette immer energisch und kreativ, um neue Programme für die spirituelle Animation zu erstellen. Sie können ihren Text zur Besinnung "SSpS – Frauen, Jüngerinnen Jesu des Missionars, die aus kontemplativer Haltung leben und entscheiden", in der Mappe des AJSC auf der Website des Generalates SVD finden. Mögen alle drei, Clarette, Heinrich und Setyawan uns weiterhin ermutigen in diesem ihrem liebgewonnen Dienst der spirituellen Animation.

2.      Sr. Matilde in Brasilien an der Arbeit

Ende Juni kehrte Sr. Matilde zurück nach Brasilien. Sie hatte seit Februar 2004 dem Zentralteam in Steyl angehört.Jetzt wird sie weiterhin mit dem Team zusammenarbeiten bei der Erstellung verschiedener Programme in portugiesischer Sprache. So half sie z. B. Sr. Franziska bei den Exerzitien in Brasilien, im August und September. Auf die Bitte des Teams hin wird sie im Januar 2007 ein Seminar und einen Exerzitienkurs für SSpS in Mozambique leiten. Bevor sie nach Hause flog, machte sie Straßenexerzitien in Berlin. Einmal am Tag traf sie sich mit ihrem Exerzitienbegleiter um mit ihm ihre Erfahrungen zu besprechen, aber die meiste Zeit verbrachte sie auf der Straße. Weiter unten berichtet sie darüber.

3.      Jesus auf den Straßen von Berlin           v. Matilde W. Sacardo SSpS

     "Lieber Gott, hilf mir, dich zu erkennen, Dich zu lieben und dir zu dienen ."  So begann ich meine Straßenexerzitien in Berlin, um ehrlich zu sein, mit beträchtlichen Ängsten, beding durch die unbekannte Umgebung und die Sprache. Ich verließ das Haus ohne ein bestimmtes Ziel im Kopf zu haben. Mein Gott, wo bist du? Auf einem Platz  entdeckte ich einen Treffpunkt für ältere Leute. Ich setzte mich in der Nähe eines Mannes und begann, mich mit ihm zu unterhalten. Der alte Mann konnte nicht an sich halten: "Was wollen Sie?"  Später, nachdem er mir ein wenig von seiner Geschichte erzählt hatte, meinte er:  " Sie haben ein großes Herz, ich danke ihnen." Danach versuchte ich, mit einer Frau zu sprechen, und noch mit einigen anderen Leuten.

Die wenigen Kirchen die ich fand, waren alle geschlossen. Darum fragte ich nach einer offenen Kirche. Man begleitete mich zur evangelischen Thomaskirche. Ich trat ein und fand mich zu Hause, an einem Ort stillen Gebetes. Im Schweigen meines Herzens gab mir der Heilige Geist drei Worte: 1. Gib. 2. Ich verwandle,  3. Feiere. Ich erfuhr inneren Frieden und fühlte mich angenommen.

Am folgenden Tag suchte ich im Gebet "meinen Namen" für Gott, und wer er für mich ist. Es regnete, und ich verbrachte die meiste Zeit in der Kirche. Ich betete:"Heiliger Geist, enthülle mir den Namen Gottes, und wer er für mich ist". Dann blieb ich still. Aber dann, welche Überraschung! Am ersten Tag ging ich aus um die Leute zu suchen, jetzt, am zweiten Tag kamen sie mir entgegen. Der Mann, der die Orgel spielte, kam von der Empore und sagte: "Sie sind der einzige Mensch, der meiner Musik lauscht". Ich sagte ihm: "Es war sehr schön, ich danke Ihnen. Ich hörte Ihnen mit dem Herzen zu." Dieser Mann offenbarte mir meinen Gottesnamen – Vater des Erbarmens, Gott der herabsteigt um den Menschen zu finden. Dann erinnerte ich mich eines Textes aus Exodus 3 und las die Worte. Eines der Worte fand ein Echo in mir: " Ich bin bei Dir". Lange Zeit hatte ich Gott als meinen Vater erfahren, aber jetzt hatte er einen Namen. Noch ein zweites Mal bekam ich Besuch: Smily kam zu mir herauf, wir unterhielten uns eine Weile, und dann lud er mich zu einer Tasse Kaffee ein. In diesen beiden Männern hatte mich der Vater des Erbarmens besucht. Und so suchte ich weiter den brennenden Dornbusch in dem Gott sich offenbart. Jeden Tag spürte ich die Verwandlung, die er in mir vornahm, um offener, ärmer und mensch-licher zu sein. Oft wurde ich naß, aber ich spürte wie der sanfte Regen mich wusch, er nahm den Schmutz von meinem Herzen. Ich besuchte auch das ehemalige Konzentrations-lager von Sachsenhausen. Vor dem Eingang zog ich meine Schuhe aus, denn ich war im Begriff, heiligen Boden zu betreten. Man konnte das Schweigen der Leute dort fast greifen.

So viele unserer Brüder und Schwestern waren dort ermordet worden.

Vater des Erbarmens, wie viele Konzentrationslager existieren auch heute noch...die Flüchtlingslager im Sudan, in Uganda...die Menschen die täglich an Hunger sterben, alle die keinen Zugang haben zu Medikamenten, alle die unter Ungerechtigkeit leiden. Ich fühle mich herausgefordert in meinem bequemen Leben...Wer bin ich, daß ich sagen kann, daß mich die Leiden meiner Brüder und Schwestern nichts angehen? Jesus, zeige mir den Weg zu wahrer Menschlichkeit und Solidarität.

Ein anderer erschütternder Moment ergab sich beim Treffen mit Drogensüchtigen am Bahnhof Kottbussertor. Da schlüpfte ich in meine Schuhe, "die Schuhe des Erbarmens und der Sorge und bat Jesus, mir seine Augen zu geben, sein Herz, seine Ohren und seine Kraft, um in dieser Situation bestehen zu können. Sie tranken Alkohol und tauschten geschickt ihre Drogen. Es dauerte eine Zeit, bis ich merkte daß sie gegenseitig überhaupt nicht darauf achteten, wer der oder die andere war. Einige waren schon im Stadium des Deliriums und der Euphorie. Da waren die ganz jungen, aber auch Erwachsene, Männer und Frauen. Ich war die einzige Fremde in der Gruppe. Verschiedene Male wechselte ich meinen Platz, um nicht ihre Aufmersamkeit auf mich zu ziehen. Ich hatte auch nicht den Mut, einen von ihnen anzusprechen. Sie waren auch nicht fähig, mit jemandem zu sprechen. Dann kam ein Polizist mit einem Hund und die Gruppe löste sich auf und verschwand schnellstens. Ich selber ging zurück zur Kirche um über diese harte Realität betend nachzudenken. Einmal mehr fühlte ich mich gänzlich unbedeutend und nahm dabei wahr, wo und wann ich selber  süchtig bin nach Strukturen, und daß es mich blind und taub macht für das was andere leben. Ich glaube, daß ich mehr darin gefangen bin als diese Menschen. Ähnliche Gedanken überfielen mich, als ich das Abschiebegefängnis besuchte.

Bevor ich meine Straßenexerzitien begann, hatte ich nur den einen Wunsch, näher bei den Menschen zu sein um zuzuhören und zu helfen. Aber ich wurde jeden Tag mehr gewahr wie stolz ich bin, wie ich den andern von oben herab begegne, wie ich mir vorstelle, daß ich diejenige bin die etwas gibt und zu geben hat. Jetzt mußte ich mich beugen, meinen Kopf in Scham senken. Ich bin diejenige die am meisten der Hilfe und der Konversion bedarf.

Vater des Erbarmens, brich diese harte Kruste auf, die in mir im Lauf der Jahre gewachsen ist. Es gab Augenblicke, in denen ich mich wie ein Wurm fühlte. Nur die Gnade des erbarmungsvollen Vaters, besonders gegenwärtig in allen die leiden, kann mich verwandeln. Einmal, als ich in der Kirche war, hörte ich ein Baby weinen. Ich ging auf die Suche und fand eine Mutter mit einem zwei Monate alten Baby. Si versuchte, es zu beruhigen, aber das Kind hörte nicht auf zu weinen. Ich fragte die Mutter: "Ist das Kind krank? Die Mutter antwortete: "Ich bin diejenige, die krank ist; ich habe mein Kind infiziert." So setzte ich mich zu ihr auf die Treppenstufen und sie erzählte mir ihr Leid. Aber weil das Kind sich nicht beruhigen wollte, sagte sie sie müßte gehen. Ich fragte, ob ich ihr helfen könne. "Wenn sie wollen, ja".Sie war gekommen, um einige der Beutel mit Lebensmitteln zu holen, die in der Kirche den Armen ausgehändigt wurden. Sie fügte hinzu: "Vielleicht können wir zusammen eine Tasse Kaffee trinken." Wir gingen zu ihrer Wohnung, während sie mir ihre Geschichte weiter erzählte. Sie fragte mich, wer ich war und was ich ich in Berlin mache.

Das Baby ist groß für sein Alter und sehr hübsch. Es schien sich auf meinem Arm wohl zu fühlen. Später fragte ich dann die Mutter, ob ich mit ihr beten könne. Dabei hatte ich die Gewißheit, daß das menschgewordene Wort in unserer Mitte weilte. Mein Herz brannte. Als ich ging, gab sie mir ihre Adresse und bat mich, ihr eines Tages zu schreiben. Ich kam sehr spät nach Hause und versuchte, im Schweigen zu bleiben, tief mit Gott und dieser Mutter vereinigt... Ich konnte nicht schlafen, aber ich spürte, daß es diese Art und Weise war, in der ich von Gott im brennenden Busch besucht (Ex 3, 2) und von ihm umarmt wurde. Diese Mutter trägt eine schwere Last, ähnlich dem versklavten Volk in Ägypten, aber sie trägt in sich das Verlangen, das Richtige zu tun, in ihr lebt ein ehrliches Suchen. Sie braucht einen modernen Moses, der sie aus Ägypten herausführt, wie Moses, der kam um zu sehen und zu hören, ohne Sandalen an den Füßen (Ex 3, 3). Und Gott kam noch einmal zu mir und sagte: "Zieh deine Sandalen der geheiligten Gebetszeit, des Stolzes und der Pünktlichkeit von den Füßen." Ich fühlte mich sehr nahe bei Jesus, wenn ich in die Häuser kam um ein wenig Leben zu bringen. Ja, Jesus, mit dir will ich mich beugen um die Schwester aller zu werden, aber ich brauche dabei deine Hilfe.

Viele Menschen halfen mir, jeder ein brennender Dornbusch der nicht verbrennt. Das Wort wurde Fleisch in mir durch die Menschen und ihr Leid.

Mein barmherziger Vater, Ich danke dir für diese Gelegenheit. In meinem Leben ist ein neues Pfingsten angebrochen. Ja, ich habe die Größe des unendlichen Erbarmens erfahren, des Vaters der sich neigt, um uns alle in bedingungsloser Liebe zu umarmen. Ich weiß, daß die Exerzitien nicht zu Ende sind, denn was ich lebe, wird mich auch weiterhin herausfordern und mir helfen meine Nachfolge Jesu auf eine ärmere und einfachere Weise zu leben. Amen.

4.      Nachrichten aus den Provinzen

CEBU. Clarette war eine der treibenden Kräfte die hinter den regelmäßig stattfindenden Bibel und Glaubenskreisen (SVD, SSpS und SSpSAP) in der Region von Cebú standen. Es gibt dort drei AJF Gruppen, wie sie sich nennen. Sie treffen sich regelmäßig. Am 29. Juli 2006, P. Provincial Kulueke feierte eine Hl. Messe in der Arnold Janssen Kapelle und nahm dabei die Einführung des neuen Coreteams vor: P. Sammy Clarin und die Vertreter der jeweiligen Gruppen. Sie feierten ebenso die Verteilung der ersten Ausgabe des AJ KABUNAY, des monatliches Mitteilungsblattes des AJF, herausgegeben von Br. Romy Abulad.

DEUTSCHLAND.  Die beiden deutschen Provinzen SVD werden sich im Jahr 2007 zu einer Provinz vereinigen. Sie folgen damit dem Beispiel der SSpS, die schon 2004 die drei deutschen Provinzen zu einer einzigen Provinz zusammenführten. P. General informierte uns, daß der Generalrat den Heiligen Arnold Janssen zum Patron der neuen Provinz bestimmt hat. "Ihre Provinz wird die erste und einzige Provinz sein, die unter seiner Schutzherrschaft steht. Wir sind sicher, daß er der neuen Provinz helfen wird, ihren Weg zu finden, inmitten der Herausforderungen, die die Zukunft bringt" Steyl gehört zu dieser Provinz.

POLEN. Im Februar 2006 leiteten Peter und Emmie ein Seminar von zweieinhalb Wochen, um neue SAT –Mitglieder für Osteuropa in ihre Tätigkeit einzuführen. SSpS und SVDs aus Polen, der Slovakei,  aus der Ukraine und Russland nahmen daran teil. Das Seminar war nur für englischsprechende Mitglieder. Darum fand vom 3. – 11 November 2006 ein weiteres Seminar in polnischer Sprache statt, das von einigen der Teilnehmer des vorhergehenden Seminars geleitet wurde, und zwar im Konvent der Anbetungsschwestern in Nysa. Sr.

Aleksandra Huf und Sr. Weronica Maria Klebba waren mitder Koordination beauftragt. Es waren insgesamt 22 Teilnehmer/Innen: 6 SSpSAP, 6 SSpS und vier Postulantinnen (als Hilfe in praktischen Dingen),  3 SVDs und dazu weitere 3 SVDs als Konferenzianten. Am Ende des Seminars konnten diejenigen, die es wünschten, darum nachsuchen, als SAT-Mitglied für die drei Gemeinschaften mitzuarbeiten. Ihre erste Aufgabe wird darin bestehen, ein Treffen zu organisieren, in dessen Mittelpunkt Mutter Josefa, im Mai 2007, stehen soll.

Vorher, im gleichen Jahr, wurde Sr. Aleksandra als Koordinatorin für spirituelle Animation ernannt, zuständig für Polen und Osteuropa. Sie wird ganz für diese Arbeit freigestellt. Im Juni hatte sie ein Seminar für Formatorinnen in der Slowakei über "Die trinitarische Dimension des gottgeweihten Lebens" (mit Sr. Ester), und ausserdem ein Seminar in der Ukraine (mit Sr. Doris) für die Schwestern, die sich auf die Erneuerung ihrer Gelübde vorbereiteten. Sr. Ester und Sr. Doris hatten beide an unserem Seminar im Februar teilgenommen. Sie gaben auch die Exerzitien für die Schwestern in der Ukraine.

U.S.A. Im März 2006 approbierte P. Pernia ad experimentum die Konstitutionen der Laiengemeinschaft vom Göttlichen Wort ( Dritter Orden für Laien, der SVD angegliedert ).
Ihre Mitglieder, Männer und Frauen, "verpflichten sich zu regelmäßigen Treffen in Lokalkapiteln, um für die Mission zu beten , und um die missionarische Bewusstseinsbildung   und missionarische Berufe zu fördern und zu unterstützen." Kontaktperson für diese Gruppe ist P.Jose (Pip) Galang, ein Diözesanpriester, früher SVD) in Santa Clara, Kalifornien.


5.      Worte der Ermutigung: Das Generalkapitel der SVD

Anders als in den beiden vorhergehenden Generalkapiteln entschied der Generalrat, daß die Berichte der verschiedenen Generalatsbereiche nicht gegeben, sondern durch den Bericht von P. General ersetzt würden. Das trifft auch für das AJST zu. Unter anderen Punkten erwähnte er in seinem Bericht: " Ich glaube, daß die Tätigkeit des AJST dabei half, einige grundlegende Überzeugungen unter unseren Mitgliedern zu nähren , z. B., daß die spirituelle Animation eine fortwährende Herausforderung für unsere Gemeinschaften darstellt, daß die Spiritualität der Arnoldus Familie eine missionarische sein muß, daß eine echte missionarische Spiritualität entwickelt werden kann, wenn es gelingt, die wesentlichen Elemente aus dem Erbe unseres Stifters und der Gründergeneration zu aktualisieren, und daß die spirituelle Animation eine der primären Leitungsaufgaben in unseren Genossenschaften ist ."

"Niemand bezweifelt die Notwendigkeit der kontinuirlichen spirituellen Erneuerung in der Gesellschaft. Unter spiritueller Erneuerung  verstehe ich vor allem das Bemühen um eine größere Übereinstimmung und Harmonie zwischen den beiden Aspekten unserer einen Berufung, nämlich dem religiösen und dem missionarischen Aspekt. Als Ordensleute und Missionare stehen wir immer in der Gefahr, die beiden Aspekte unserer Berufung voneinander zu trennen, um entweder unser religiöses Leben ohne Bezug auf die Mission, oder unsere Missionsarbeit ohne Bezug zu unseren Verpflichtungen als Ordenschristen zu leben ."

Das Kapitelsdokumente stellt fest: "Wir unterstützen die Arbeit des AJST und empfehlen, noch größere Anstrengungen zu machen, um, zusammen mit den SSpS und den SSpSAP, eine zeitnahe Spiritualität zu pflegen, die sowohl den missionarischen wie auch den kontemplativen Aspekt unseres Lebens hervorhebt ."(#32)

Das Kapitel entschied auch folgendes: "daß innerhalb der nächsten drei Jahre das Generalat, mit Hilfe des AJST und der Beratung der Provinzen, eine zeitgemäße Ausgabe der Gebete der Gesellschaft  (Viertelstundengebet), Andachten, liturgische Feiern, ähnlich der ´Gebete zum Gebrauch in unseren Kommunitäten und Pfarreien, Schulen und anderen apostolischen Gruppen` veröffentlichen soll". Zweifelsohne werden viele von euch angesprochen werden um dieses Projekt durchzuführen.

BERICHT DES AJST Zusätzlich zur Erwähnung im Bericht von P. General, spürte das Zentralteam daß jeder Provinzial und Regional einen kurzen schriftlichen Bericht über die Arbeit des AJST, im Zeitraum von 2000 bis zur Gegenwart erhalten sollte. Der Bericht ging an alle Provinzial- und Regionalobern. Er ist als Anhang diesem Rundbrief beigefügt und steht außerdem in der Mappe des AJST in der website des Generalates SVD, in englisch und spanisch.

6.      Aktivitäten des AJSC – Juni bis Dezember 2006

Franziska gab auch weiterhin kontemplative Exerzitien, fünf Kurse in verschiedenen europäischen Ländern. Auch in Brasilien gab sie mehrere Male Exerzitien und außerdem Seminare über unsere Spiritualität. Unglücklicherweise, auf Grund ihrer Erkrankung während ihres Brasilienaufenthaltes, mussten die für die SVD in Ecuador geplanten Exerzitien ausfallen. Als Vorbereitung für die Provinzwahlen in Deutschland, leitete Sr. Franziska sieben kurze Seminare über Entscheidungsfindung in Deutschland. In diesem Jahr fand das Tertiat SSpS für deutschsprechende Schwestern statt. So war Franziska sehr beschäftigt. Sie gab ein Seminar über unsere Spiritualität und half auch mit bei der Exerzitienbegleitung. Mike und Simon halfen bei den Eucharistiefeiern.

Mike und Simon leiteten das zweieinhalb Wochen dauernde Programm des Tertiates SVD in Steyl. Später, im Oktober, Peter, Emmie und Simon halfen bei den begleiteten Exerzitien des Tertiates, und für den Dei-Verbum-Bibelkurs in Nemi.

Während des Generalkapitels, vom 4. Juni bis 8. Juli, war Mike der Hauptmoderator. Peter war Mitglied der zweiten Vorbereitungskommission und diente als "Manager" für verschiedene Dienste.

Emmie kam Anfang Juli von ihrem Heimaturlaub in Indien zurück. Bald danach reiste sie mit Peter zu den Philippinen, um die dreissigtägigen begleiteten Exerzitien für den internationales Formatorinnenkurs zu leiten. Wir versuchten, den Fortgang der Exerzitien soviel als möglich in der Linie unserer missionarischen Spiritualität zu gestalten.

Die slowakische Provinz feierte 2006 die 75 Jahre ihres Bestehens und bat das Team um drei Seminare über Mission, eine neue Lesart der Ordensgelübde heute, und über die Spiritualität der Leitungsaufgaben. Die Seminare wurden von Peter, Emmie und Simon gegeben. Auch die begleiteten Exerzitien standen unter ihrer Leitung, in englischer und deutscher Sprache. Peter hielt ausserdem Vortragsexerzitien in der Schweiz für die SVD-Provinz.

Mike war längere Zeit auf den Philippinen. Dort gab er vier Exerzitienkurse für die SVD. Er wohnte auch der jährlichen Versammlung der Koordinatoren für Spiritualität für SVD und SSpS für die deutsch und niederländisch sprechenden Provinzen in München bei und gab Input.

7.      Veröffentlichungen der SSpS

Zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Mutter Josefa gab die Generalleitung SSpS kurze Besinnungstexte heraus über die Bedeutung von Mutter Josefa für uns heute. Der letzte trägt die Nummer 6: "Wir waren ein Herz und eine Seele". Eine Unterhaltung zwischen Mutter Josefa und Mutter Maria.

Die SSpS-Generalleitung hat viele Publikationen über Mutter Maria und Mutter Josefa und über die ersten Jahr in Steyl versandt. Anbei schicken wir eine Liste dieser Hefte, für den Fall daß einige der Mitbrüder Kopien für ihre Kommunitätsbibliotheken möchten. Bitte schreiben sie an die Provinz/Regionalleiterinnen SSpS, oder an das Generalat.

8.      In Kontakt bleiben

Wir setzten auch weiterhin Artikel in die AJST- Mappe, in der Website unseres Generalates. Bitte klicken Sie an: Site Map/ Mapa del sitio, dann klicken Sie an AJSC-CEAJ. Sie können das Material lesen und herunterladen.

Wenn Sie über Material verfügen (Artikel oder Programme), das bei der spirituellen Animation nützlich sein könnte, senden Sie es uns bitte. Wir können es ins Internet setzen, damit andere auch Zugang haben dazu. Dasselbe gilt für Neues über die Programme, die sie gegeben haben. Wir erbitten es an folgende Adresse: ajscsteyl@gmail.com

Wir erwarten Ihre Nachricht.
Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Arbeit

 

Emmie     Franziska Carolina,     Simon,     Peter   und   Mike

 

(Der AJSC-Rundbrief wird versandt in fünf Sprachen: Englisch, deutsch,
spanisch, portugiesisch und indonesisch.)