AJSC Rundbrief

Rundbrief # 9

SteylOctober, 2008

SSpS / SVD / SSpSAP


 Ganz herzliche Grüße von Ihrem Team des Arnold-Janssen-Spiritualitäts-Zentrums (AJSC) in Steyl: Emmie Vas, Franziska Carolina Rehbein SSpS, Peter McHugh und Mike Somers SVD.


 
E-MAIL – ADRESSE:    ajscsteyl@gmail.com
Um mit dem AJSC Kontakt aufzunehmen, machen Sie bitte Gebrauch von dieser
Adresse

 

INHALT:

 

1.  Kommen und Gehen

2.  Tätigkeiten des AJSC-Teams

3.  Generalkapitel der SSpS

4.  Seligsprechung von Mutter Josefa am 29. Juni 2008

5.  Das hundertjährige Gedankjahr für Arnold und Josef

6.  Kontakte

7.  Anhang1 und 2




 

 

 

"Kostbar ist das Leben im Einsatz für die Mission."

 

Wir senden Ihnen die besten Wünsche im Gedenkjahr zum hundertjährigen Todestag unserer beiden Heiligen. Wir hoffen, dass unser missionarisches Engagement weiterhin lebendig bleibt und dieses Jahr eine Zeit des erneuten Interesses an unseren Heiligen sei, Arnold von Steyl und Josef von Shantung und der kürzlich selig gesprochenen Mutter Josefa.

 

Unser Rundbrief kommt dieses Mal später als gewöhnlich zu Ihnen. Bisher haben wir den Rundbrief des AJSC immer kurz nach der halbjährlich stattfindenden Planungssitzung (oder Zusammenkunft) geschickt. Die Verzögerung kommt wegen der anderen Veranstaltungen, die entweder direkt vor oder nach unserer Juni-Zusammenkunft stattfanden. Wir möchten aber trotzdem mit Ihnen in den Provinzen in Verbindung bleiben. So sind wir jetzt da, ein wenig später, aber froh, mit Ihnen in Kontakt zu kommen.

 

1.  Kommen und Gehen - Sr. Maria Cristina Avalos

 

In der Januar-Ausgabe des AJSC-Rundbriefs stellten wir Sr. Maria Cristina Avalos als neues Mitglied unseres Teams vor. Leider müssen wir uns in dieser Ausgabe schon wieder von ihr verabschieden. Nach ihrer Ankunft in Steyl Ende Dezember 2007, ging Sr. Maria Cristina zu einem Deutschkurs nach Deutschland und begann dann mit ihrer Arbeit im Team. Sr. Agada hatte sie gebeten, beim Generalkapitel der SSpS zu dolmetschen. Bei dieser Tätigkeit lernten die Kapitularinnen sie näher kennen. Daher war es keine all zu große Überraschung, als sie in das KLT (Kongregationsleitungsteam oder Generalrat) gewählt wurde.

 

Ihre Versetzung ist ein großer Verlust für unser Team, wiewohl ein deutlicher Gewinn für die Kongregation als Ganze. Dazu kommt, dass sie weiterhin die Spiritualitäts-Animation in der ganzen Kongregation fördern kann. Wir wünschen Sr. Maria Cristina Gottes Segen für ihre wichtige Aufgabe.

 

Eine der ersten Entscheidungen des neuen KLT war, Sr. Maria Cristina als Kontaktperson zwischen dem KLT und dem Team des AJSC zu ernennen. Etliche Jahre lang haben Mitglieder des Generalrats der SSpS und der SVD als Verbindung zwischen den Generalaten und unserem Team fungiert. Die neue Kongregationsleiterin, Sr. Maria Theresia Hörnemann, hatte unter Sr. Agada diese Aufgabe inne. P. Gregory Pinto ist die Kontaktperson bei der SVD.

 

2.  Tätigkeiten des AJSC-Teams

 

-  Als Teil der ständigen Weiterbildung für das Team hielten Sr. Mary Illich SSpS und P. Rudi Pöhl SVD einen Workshop über Bibliodrama. Es war für uns persönlich bereichernd, einmal nur teilnehmen zu brauchen.

-  Neben der Begleitung mehrerer kontemplativer Exerzitien, war Sr. Franziska mit dem Organisieren der Übersetzung ihres Buches über die geistliche Vorstellungswelt unseres Gründers, wie sie sich in den Werken der Kunst in der St. Michaelskirche in Steyl ausdrückt, beschäftigt. Der Vortrag, den sie während der Missionswoche in St. Augustin, Deutschland, hielt, wird in Kürze zusammen mit ihren anderen Vorträgen veröffentlicht.

-  Sr. Emmie arbeitete mit Sr. Franziska in Spanien bei kontemplativen Exerzitien zusammen. Sie hielten auch die Exerzitien für die Region.

-  P. Peter und P. Mike nahmen an den Sitzungen der Kommissionen zur Revision des Vademecum teil, die das SVD-Generalkapitel in Auftrag gegeben hat. Die spanische Fassung ist schon fertig. Für die englische Fassung war etwas mehr Zeit notwendig, da sie umfangreicher ist und weil der Vorsitzende, P. Ignatius Thottappilly, im Krankenhaus war. Sie ist jetzt aber druckfertig.

-  P. Mike ist zurzeit auf den Philippinen, wo er in allen sechs Klöstern der Anbetungsschwestern einen Workshop über menschliche Beziehungen hält.

-  P. Peter arbeitete mit P. Tony Pates bei der Durchführung des Teiles des SVD- Formatorenkurses, der im Mai in Steyl stattfand, zusammen. Es waren 24 Formatoren und P. Thomas Malipurathu, der zuständige Sekretär für Formation. Während des Generalats-Workshops für neue Provinziale wurde P. Peter gebeten, einen Vortrag über die Aufgabe des Provinzials bei der Spiritualitäts-Animation zu halten. Die Provinziale waren an dem Thema sehr interessiert. Es war auch eine gute Gelegenheit, sie persönlich zu treffen und mit Pläne für die Zukunft zu machen. Eine interessante Bemerkung von einem der Provinziale war: „Meiner Meinung nach ist das AJSC die kreativste Sache, die in den letzten 20 Jahren in der SVD stattgefunden hat."

-  Sr. Emmie, Sr. Franziska und P. Peter hielten ein zweiwöchiges Seminar über Spiritualität und über die Gründergeneration beim Terziat der SSpS in Steyl. Mutter Josefas Seligsprechung fand mitten während dieses Terziates statt, und die Gruppe erhielt daher viele Anregungen von den Feiern und den Begegnungen mit den SSpS-Pilgerinnen. Wie gewöhnlich verbrachte die Terziatsgruppe der SVD fast drei Wochen in Steyl, und wir waren für die Gestaltung verantwortlich.

 

3.  Generalkapitel der SSpS

 

(a)  Das 13. Generalkapitel fand vom 27. April – 01. Juni in Steyl statt. Drei Mitglieder unseres Teams waren die ganze Zeit über im Einsatz:  Sr. Emmie und P. Mike für die täglichen Eucharistiefeiern und Sr. Maria Cristina als Dolmetscherin vom Englischen ins Spanische.

 

(b)  Bericht des AJSC beim Kapitel

Als Ko-Direktorin trug Sr. Emmie den Bericht AJSC (2002-2008) beim Kapitel vor. Sie finden diesen Bericht im Anhang dieses Rundbriefs des AJSC.

Die Kapitularinnen besprachen das Folgende in kleinen Gruppen: "Ist das AJSC in seiner derzeitigen Form und Arbeitsweise sachdienlich für die Provinzen?" Die Rückmeldungen im Plenum waren positiv. Im Protokoll heißt es kurz: "Die meisten sind der Meinung, das AJSC ist noch wichtig für uns. Die Teams vor Ort (SAT) könnten mehr mit dem Zentrum zusammenarbeiten."  "Wir sind dankbar für das Zentrum, denn das Team stärkt die örtlichen Teams; die Materialien sind nützlich."  "Das stärkere Zusammengehörigkeitsgefühl als Resultat der Bemühungen des AJSC halten wir für sehr hilfreich. Wir sind uns jedoch einig, dass wir einen neuen Arbeitsmodus für das Team brauchen, damit sie unsere Spiritualität wirksamer anregen können."

 

Die Zeit war begrenzt und die Diskussion konnte nicht vertieft werden. Für uns war es wichtig, dass das Team beim Kapitel die Möglichkeit hatte, sich zu äußern. Damit hat das KLT die Bedeutung der Spiritualitäts-Animation ganz deutlich gemacht. Bei unserer Zusammenkunft danach besprachen wir die Wichtigkeit des Kapitels für die SSpS und das AJSC. Im Folgenden einige Punkte daraus:

-  Fortsetzung der Vertiefung unserer Spiritualität und unseres Charismas in der heutigen Welt unter Einbeziehung des Schwerpunktes des Generalkapitels durch Themen wie: Gott-zentrierte Frauen in der Nachfolge Christ, Communio, gewaltfreie Kommunikation, Leben, Schöpfung und Zeugnis des auferstandenen Herrn.

-  Förderung der ständigen persönlichen und gemeinschaftlichen Weiterbildung.

-  Der Wert der sieben- bis achttägigen Einzelexerzitien.

-  Die Wichtigkeit persönlicher und gemeinschaftlicher Veränderung und Internalisierung. Hilfestellung für die Schwestern, nicht zu sehr auf die Arbeit sondern stärker auf Personen ausgerichtet zu sein. Die menschliche und die geistliche Ebene integrieren.

-  Das Praktizieren der persönlichen und gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung.

 

4.  Seligsprechung von Mutter Josefa am 29. Juni 2008

 

Die Seligsprechung fand hier in Steyl-Tegelen im Doolhof, einem halboffenen Freilichttheater, statt. Dieses Theater steht auf einem Gelände, das früher Teil des

St. Anna- Hofs war, den Arnold Janssen zur Unterstützung des SVD-Missionhauses gekauft hatte. P. Arnold ließ viele Bäume pflanzen, und diese sind jetzt voll ausgewachsen und bilden einen wunderschönen Park. Über die Seligsprechung und die Feiern in Steyl und Issum, Mutter Josefas Geburtsort, ist viel berichtet worden. Wir haben SSpS und Laienpartner/ innen gefragt, was diese für sie bedeutet. Hier sind einige Antworten.

 

Sr. Preethi (Indien):  Weil ich weiß, wie klein alles angefangen hat zu Mutter Josefas Zeiten, bot sich für mich am Tag der Seligsprechung ein erstaunliches Bild. Es kamen Menschen von überall her, sowohl Laien wie Ordensleute. Alle verstanden die eine Sprache der LIEBE. Als wir alle in dem Freilichttheater saßen, erinnerte ich mich mit Bewunderung an die Seidenweberin Mutter Josefa, deren Bemühungen so überreiche Früchte getragen haben. Das Freilichtteater sah wie ein elegantes, buntes Webmuster von Menschen aus allen Kontinenten aus. Ich habe mich gefragt, ob nicht dieses eindrucksvolle Bild viele Menschen dazu veranlasst hat, menschliche Beziehungen in ihre Lebensweise einzuweben. So habe ich diese Veranstaltung erlebt. Die begeisterte Teilnahme der Laien zeigt, wie sie nach glaubwürdigen Vorbildern des christlichen Lebens Ausschau halten. Sollten wir uns nicht selbst hinterfragen?

 

Frau Isabel de los Santos (SSpS-A,  Philippinen)    Drei Ereignisse waren wichtig. Die Ankunft der Delegierten im Mutterhaus der SSpS war eine Zusammenkunft der Mitglieder der Steyler Ordenfamilie aus verschiedenen Teilen der Welt. Überall gab es frohe Gesichter und freudige Begrüßungen. Die Sprache war kein Hindernis, das Lächeln war die gemeinsame Sprache - die Sprache der Liebe. Unser Herz war bereit, Gottes bedingungslose Liebe über alle Rassen und Kulturen hinweg zu verkünden. Daher habe ich keine Angst davor, in ferne Länder geschickt zu werden, weil der dreieinige Gott, der in mir wohnt, mich immer führt und Gnaden für mich bereithält, die ich brauche, um Ihn allen Menschen zu verkünden. Ich spürte Gottes Liebe in der liebenden Zuwendung der SSpS-Gemeinschaft. Zweitens, die wunderschöne, eindrucksvolle Liturgie der Vigil. Sie spiegelte die Freude und Dankbarkeit gegenüber der Fürsprache der seligen Josefa für das Wachsen der Mission der SSpS und der ganzen Steyler Ordensfamilie wider. Ihr Engagement bei der Vorbereitung der Missionarinnen und ihre Fürsorge für sie in ihren Einsatzländern durch rege Korrespondenz wurden hervorgehoben. Drittens, der Aufenthalt in Issum und Goch. Es war für mich ein neuerliches Erlebnis, zu sehen, wie die Menschen aus Issum und benachbarten Kirchengemeinden in Freude und Dankbarkeit feierten und die Anregung, die von Mutter Josefas Leben ausgeht, zum Ausdruck brachten. Der Aufenthalt in Goch war wie eine Heimkehr, wie ein neuerliches Nachfüllen meiner Lampe, damit sie ruhig und stetig brennen kann. Ich fühlte mich inspiriert und bereit, die trinitarische Spiritualität weiter zu geben und ihr besonders unter den armen Menschen auf den Philippinen zum Wachstum zu verhelfen. Der Heilige Geist wird uns helfen, die Würde der Filipinos, die sozial benachteiligt und unterdrückt sind, zurück zu gewinnen und aufrechtzuerhalten.

 

Sr. Dinah O. (Ghana)          Was für mich am wichtigsten war, war die Schönheit und der Reichtum unseres internationalen und interkulturellen Lebens, das am Besten in der eindrucksvollen Liturgie ihren Ausdruck fand. Die freudige Teilnahme aller Anwesenden und die Liebeserweise, die während und nach der Eucharistiefeier geschahen, zeigten die Einheit in der Vielfalt in der Kirche auf. Ja, wir können auf das kostbare Erbe stolz sein, das uns unsere Gründergeneration anvertraut hat. Diese Sprache der Liebe ließ uns alle spüren, dass wir nach Haus gekommen und willkommen waren. Es war wirklich eine Feier des Lebens und der Liebe, und ich wurde so angeregt, mein Leben als missionarische Ordensfrau mit erneuter Freude und Kraft zu leben. Es ist eine große Herausforderung für mich, meine Berufung jeden Tag wieder mit Leidenschaft zu leben und eine Quelle des Segens für andere zu werden.

 

Sr. Miriam (Chile)   Am wichtigsten war für mich, die Gelegenheit zu haben, mit meinen eigenen Wurzeln in Verbindung zu kommen. Das Reflektieren und Beten von Mutter Josefas Leben hat mir geholfen, mein eigenes Leben und meine Berufung zum missionarischen Ordensleben wertzuschätzen, die so meine ich, auch zu ihrem Traum gehört. Ich entdeckte und erfreute mich an der Schönheit der Liebe Gottes, eine Liebe, die keine Grenzen hat und uns Mensche aus allen Teilen der Welt zu einer Familie verbindet. Ich fühlte die Herausforderung, unsere Herzen den Veränderungen in einer globalisierten Welt zu öffnen, besonders dem Anruf der Minderheiten gegenüber sensibel zu seine, der Stimmen ungehört bleiben und die sterben, weil sie immer mehr ausgeschlossen werden. Diese Wirklichkeit fordert uns zu ständiger Umkehr heraus und auf; vom Frieden und von der Güte in uns wird der Friede der Welt hervorgehen. Mutter Josefa webte ihren kleinen Traum, und dieser wächst durch die Gnade Gottes in jeder von uns, ihren Töchtern, weiter. Wahrhaftig: "Unsere Sendung ist es, die Herzen aller der Liebe zu öffnen."

 

5.  Das hundertjährige Gedankjahr für Arnold und Josef

 

a)  Zweimonatliche Reflexionen.

DasTeam gibt weiterhin zweimonatliche Reflexionen über unsere beiden Heiligen heraus. Vier davon kommen aus dem Generalat: Nr. 1. "Die Liebe Gottes leuchtet in unseren Herzen in Regenbogenfarben" von Peter McHugh. Nr. 2. "Josef Freinademetz: Ein Mann der Liebe, des Glaubens und des Gebetes" von Peter Irsara. Nr. 3: "Die Eucharistie im Leben Arnold Janssens" von Sr. Franziska C. Rehbein.  Nr. 4. "Arnold Janssen und das Gleichnis vom Himmelreich" von Leo Kleden. Die anderen werden in den nächsten Monaten erscheinen. Sie sind im <Centennial>-Teil, auf der Webseite des jeweiligen Generalates: www.arnold-joseph-100.net (Note: Website has expired - The Webmaster) zu finden.

 

b) Eröffnung des Gedenkjahres

Mehrere Provinzen haben über die Eröffnung der Feiern geschrieben. Einige haben anderswo darüber berichtet. Die meisten Provinzen sind offensichtlich der Empfehlung der Generalate gefolgten, als SSpS, SVD und SSpSAP wenn möglich, und auch mit den Laien zusammen zu feiern. In den USA gab das Gedenkjahr-Komittee ein Büchlein heraus mit Lesungen für das Morgen- und Abendlob an den neun Tagen vor der Eröffnung. Im Januar 2008 feierte das Theologieseminar in Pune, Indien, sein goldenes Jubiläum mit dem Motto: "Inspiriert durch das Wort, um die Welt zu inspirieren." Auf diese Weise wurde die Feier zu einer doppelten Gedächtnisfeier. Die Deutsche Provinz der SVD verband das Gedenkjahr mit einem intensiven Gebetsjahr für Nachwuchs unter dem Motto: Berufung Leben – eine Mission mit Sinn (Alive in One's Vocation – a Meaningful Mission).

 

Zwei längere Berichte:

 

(i)  Hundertjähriges Gedenkjahr  2008-2009 Corneliu Berea,  Rumänien

 

Datum

Thema

Tag

Liturgical Season

28.01.

Eröffnung des Gedenkjahres

Montag

3. Woche im Jahreskreis

hl. Thomas von Aquin

28.02.

JF: Unsere missionarische Berufung

Donnerstag

3. Fastenwoche

28.03.

JF: Die Bedeutung des Leidens bei unserer         Missionsarbeit

Freitag

Osteroktav

28.04.

JF: Gebet bei unserer Missionsarbeit

Montag

6. Osterwoche

28.05.

JF: Kenntnis der Kultur vor Ort bei unserer        Missionsarbeit

Mittwoch

8. Woche im Jahreskreis

28.06.

JF: Die Bedeutung der Laien bei unserer            .Missionsarbeit

Samstag

12. Woche im Jahreskreis

hl. Irenäus

15.07.

AJ: Spiritualität und der dreieinige Gott

Dienstag

15. Woche im Jahreskreis

hl. Bonaventura

14.08.

AJ: Spiritualität und das menschgewordene Wort

Donnerstag

19. Woche im Jahreskreis

hl. Maximilian Kolbe

15.09.

AJ: Die Verehrung des Heiligen Geistes

Montag

24. Woche im Jahreskreis

Sieben Schmerzen Mariä

15.10.

AJ: Formation für Mission

Mittwoch

28. Woche im Jahreskreis

hl. Theresa von Avila

15.11.

AJ: Der SVD-Priester in der Vorstellung des        Gründers

Samstag

32. Woche im Jahreskreis

hl. Albert der Große

15.12.

AJ: Der SVD-Bruder in der Vorstellung des             Gründers

Montag

3. Adventwoche

15.01.

Abschluss des Gedenkjahres

Donnerstag

hl. Arnold Janssen

 

Jede Feier dauert etwa 30 Minuten. Das Ziel ist, das Leben und die Spiritualität der beiden Heiligen bekannt zu machen. Weitere Informationen von:  Pr. Rektor Corneliu Berea SVD, Misionarii Verbiti,  Str. Spiru Haret 17-19,  Roman 611129 Neamt,  Rumänien

 

(ii)  Slowakei:  Zum ersten Mal gemeinsam             von Sr. Laura Vlcáková SSpS

 

Der 29. Januar 2008, das Fest des hl. Josef Freinademetz und der Tag der Eröffnung des Gedenkjahres zum hundertjährigen Todestag des Heiligen, war ein ganz besonderer Tag für die Slowakei. Zum ersten Mal feierten alle drei Kongregationen dieses Fest mit einander. Dieses Jahr werden die Rosa-Schwestern ein neues Kloster eröffnen. So feierten Sr. Maria Magdalena, die neue Oberin und Sr. Maria Faustina aus Berlin mit uns zusammen.

 

Das SAT-Team gestaltete das Programm zusammen mit den beiden Provinzleitern und unter Beteiligung der Mitglieder beider Kongregationen. Unsere Feier begann mit einer Prozession mit dem Evangelienbuch und dem Durchschneiden des Bandes in unserer Kapelle durch die drei Vorgesetzten und dem gesungenen Prolog. In seiner Reflexion ermutigte uns P. Peter Dusiska uns ständig weiter zu bilden, offen zu sein ständiges Lernen. Der hl Josef von Shantung war offen dafür, ein Leben lang zu lernen; er hörte nie damit auf. Er lernte nicht nur die Sprache, die Kultur, die Traditionen. Er lernte noch mehr: zu hören, zu verstehen, jeden Menschen und jede Lage schätzen zu lernen. Er lernte die Weisheit des Herzens und die Sprache der Liebe.

 

Zwei "blaue" Schwestern, eine "rosa" Schwester und zwei SVD rezitierten Teile des Psalms 148 in verschiedenen Sprachen:  "Loben sollen sie den Namen des Herrn, denn sein Name allein ist erhaben.

                     Seinem Volk verleiht er Macht, das ist ein Ruhm für all seine Frommen,

                     für das Volk, das ihm nahen darf."

 

Sr. Laura führte eine kurze Pantomime auf in der Rolle des Fu Shen Fu. Während ein Brief des hl. Josef Freinademetz aus dem Himmel, adressiert an die Steyler Ordensfamilie, gelesen wurde, drückte sie den Inhalt des Briefes mit für allen verständlichen Gesten aus. Dann war Zeit für stille Anbetung, gefolgt vom Mittagessen wie in einer Großfamilie. Am Nachmittag war ein Hochamt in der Kirchengemeinde der SVD in Nitra Kalvaria mit anschließender Agape. Viele Laien und Ordensleute aus anderen Gemeinschaften feierten mit uns.

Wir hoffen, unsere Feiern zum hundertjährigen Gedenkjahr als Steyler Ordensfamilie mit einem gemeinsamen Sendungsauftrag weiterhin zusammen begehen zu können, vielleicht mit einer Abschlussfeier schon im neuen Kloster der Rosa-Schwestern.

6.  Kontakte

Wir stellen weiterhin Artikel in den AJSC –Ordner, der sich im öffentlichen Teil der SVD-Webseite befindet: http://www.svdcuria.org    Klicken Sie  Site Map/Mapa del sitio, an, dann AJSC–CEAJ. Die Schwestern haben auch Zugang dazu, wenn Sie die SSpS-Webseite www.worldssps.org anklicken und dann unter Other Links AJSC

anklicken. Sie können das Material lesen und herunterladen.

 

Falls Sie Material haben (Artikel oder Programm-Module), das bei der Arbeit im Bereich Spiritualität hilfreich sein könnte, bitte, schicken Sie es uns, und wir können es dann ins Internet stellen, so dass es auch anderen zugänglich wird. Schicken Sie derartiges Material und auch andere Nachrichten aus Ihrer Provinz im Bereich Spiritualität an die folgende Adresse: ajscsteyl@gmail.com

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

Alles Gute für Ihre Arbeit,

Franziska Carolina,   Emmie,   Peter,   Michael.

Der Rundbrief des AJSC wird in fünf Sprachen herausgegeben: Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Indonesisch.
Anhang 1

    Programm für 2008  (2. Hälfte)

 

 

Nr.

 

    WANN

 

           WAS

 

       WO

 

      WER

 

 

 

01

24. Juni

Vortrag

Sankt Augustin

Franziska

 

02

23. Juni – 5. Juli

SSpS-Terziat: Spiritualität

Steyl

Peter / Emmie / Franziska

 

03

Juli - September

6 SSpSAP Seminare

Philippinen

Mike

 

04

06. -13. Juli

Neue SVD-Provinziale

Nemi

Peter

 

05

29. Juli – 4. Aug

SVD/SSpS-Exerzitien

Österreich

Peter

 

06

05. - 14. Aug

SSpS-Terziat: Exerzitien

Steyl

Franziska/ Peter/ Emmie

 

07

18. Aug – 04. Sept

SVD- Terziat: Exerzitien

Steyl

Peter / Emmie / Franziska

 

08

27. Aug -26. Sept

30täg. kontpl. Exerzitien

Steyl

Franziska

 

09

21. - 27. Sept

SVD-Exerzitien für Rom

Nemi

Peter

 

10

06.-15. Oktober

Kontemplative Exerzitien

Wahlwiller

Franziska

 

11

06.-16. Oktober

Exerzitien/Seminar

Kuba

Emmie

 

12

5. Okt –5. Nov

Exerzitien

Flores, Indonesien

 

Peter

 

13

09.-29. Nov

SVD-Terziat/Dei Verbum-Exerzitien

Nemi

Mike / Emmie / Ma. Cristina

 

14

14. – 23. Nov

Kontempl. Exerzitien: SVD - SSpS Reflexions-Gruppe

Laupheim

Franziska

 

15

24. – 27. Nov

Koordinatoren-Treffen

München

Franziska

 

 

 

 

 

 

 

16

Januar 2009

Zusammenkunft

Steyl

Team

 

 

 

 

 

 

Anhang 2:

ARNOLD JANSSEN SPIRITUALITÄTS ZENTRUM  (AJSC)

Bericht an das XIII SSpS General-Kapitel - April 2008

 

I.  Anfang und Entwicklung

 

1. Die offizielle Eröffnung des AJSC fand am 15 Januar 1990 in St. Michael in Steyl statt, als eine Unternehmung aller drei Kongregationen. Der Beschluss war 1988 beim XIII Generalkapitel der SVD gefasst worden. Das Generalat sollte in Steyl ein Zentrum sowohl für Erforschung des geistlichen Erbes von Arnold Janssen und der Gesellschaft des Göttlichen Wortes wie auch für die spirituelle Animation der Mitglieder errichtet werden. Das Generalkapitel forderte auch die SSpS und SSpSAP zur Mitarbeit auf und erhielt eine positive Antwort.

 

2. Derzeitige Team-Mitglieder

 Ko-Direktoren:  Peter McHugh (England) und Emmie Vas (Indien)

Franziska C. Rehbein (Deutschland), Maria Cristina Avalos (Argentinien), Michael Somers (Irland)

3. Ziele des AJSC, wie sie von den Generalaten der SVD und SSpS festgelegt wurden:

(1)  Die Mitglieder der Gemeinschaften zu einem Leben gemäß unserer missionarischen Spiritualität im derzeitigen kulturellen und kirchlichen Kontext anzuregen und ihnen dabei zu helfen;

(2)  Die Bemühungen der Kommunitäten bei der Erforschung unserer Wurzeln zu unterstützen und diese zu koordinieren;

(3)  Laien bei einem Leben nach unserer missionarischen Spiritualität zu helfen;

(4)  Die Untersuchung unseres geistliches Erbes zu fördern.

 

4.  AJSC Vision – Missions-Leitbild

 

Unsere VISION:  Wir sehen die Steyler Ordensfamilie als eine Communio von Gemeinschaften in der Kirche, genährt von Gottes Gegenwart in jedem Menschen, in der Gemeinschaft und in der Welt, die an Jesu Sendung in heutigen Fontiersituationen teilnimmt und für das Reich Gottes in der Kraft des Geistes, besonders für eine universale Aufgeschlossenheit und Offenheit gegenüber der Verschiedenartigkeit durch lebenspendende Beziehungen im Dialog Zeugnis gibt.

 

Unsere SENDUNG:  Die Wertvorstellungen unserer Vision zu leben und durch Gebet, Reflexion und Animation verfügbar zu sein für den Gottesgeist um andere zu befähigen, ihre Berufung zu leben.

 

SPIRITUELLE ANIMATION: Jeder Mensch, jede Kommunität und jede Kongregation macht ihre einzigartige Gotteserfahrung, auf die sie in den Anforderungen des täglichen Lebens antworten. Spirituelle Animation heißt, das Hören auf diese Gotteserfahrung und ihre Kontemplation zu erleichtern, damit wir daraus Kraft schöpfen zu tieferem Engagement und zur Kreativität beim Eingehen auf die heutigen Anforderungen. Um das glaubwürdig tun zu können, hören wir auch mit einem achtsamen Herzen auf die Wirklichkeit dieser Welt, um das Wort des Herrn und Seufzen des Geistes in ihr zu hören. Spirituelle Animation beruht auf Gegenseitigkeit und ist lebenslang. Wir werden uns unseres Lebens in Christus und unserer Führung durch den Heiligen Geist immer bewusster.

5.  Kontakt mit den Generalräten:  Zwei SSpS/SVD Generalräte fungieren als Kontaktpersonen und nehmen an unserer Planungssitzung jeden Dezember teil. Wir schätzen sowohl ihr Interesse an unserer Arbeit wie auch das der Räte und Rätinnen, und ihre Unterstützung durch ihre Anwesenheit. Wir stehen im Dienst unserer Kongregation; daher machen wir unsere Planung in Absprache mit der Kongregationsleitung.

 

II.   Auswertung seit dem letzten Generalkapitel

 

1. Blick nach INNEN

 

(a)            Zeichen des Wachstums

 

¨   In unseren Kongregationen ist das Bewusstsein und das Gespür für die Wichtigkeit und den Wert der spirituellen Animation für unsere Gemeinschaften gewachsen. Das ermutigt uns, auch weiterhin uns mit allen Kräften in diesem Dienst einzusetzen.

¨   Das Wissen über unsere Gründergeneration und ihre Spiritualität, der regelmäßige Kontakt mit den wichtigen Orten in Steyl und das Durcharbeiten der Kapiteldokumente fordern uns ständig grundlegend heraus. Das Ganze ist für uns nicht nur Vermittlung von Information, sondern auch lebendige Erfahrung. Die Angehörigen der Gründergeneration und besonders unsere beiden Heiligen und unsere Seligen sind uns hier viel näher und ihr Leben und ihre Wertvorstellungen rufen uns zu einem vertieften Engagement in unserem missionarischen Ordensleben auf. Es ist uns klar, dass das Wissen und Sprechen über sie nicht ausreicht, sondern dass ihre Spiritualität ständig für uns heute neu zu deuten ist.

¨   Die Programme in Steyl und andernorts, das Begegnen und Begleiten der Schwestern, SVD-Brüder und Laien sowie der Umgang mit anderen Kulturen und Situationen, erwecken in uns ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für unsere Berufung, bei diesem großen Sendungsauftrag mit zu arbeiten. Dieser Umgang stärkt uns nicht nur spirituell, sondern ermöglicht es uns, mit den Menschen und unseren eigenen Kommunitäten in ihrer Alltagswirklichkeit in Kontakt zu kommen und dadurch unsere Spiritualität in diesen Lebenszusammenhang zu stellen, für unseren heutigen Sendungsauftrag. Es ist ein Prozess der gegenseitigen Bereicherung.

¨   Die Erforschung und das Schreiben über unsere Gründergeneration und ihre Spiritualität waren eine gnadenvolle und ehrenvolle Zeit, und wir sind froh, dass wir dieses Material den Mitgliedern der drei Kongregationen zukommen lassen konnten. Wir hoffen, dass wir durch die Bereitstellung der Ressourcen unserer Gründergeneration, die Mitglieder ermutigt werden, sie durchzuarbeiten, zu reflektieren und so fähig werden, sie in ihren konkreten Situationen und für ihr Ordenleben fruchtbar zu machen.

¨   Das Leben und Arbeiten in einem internationalen, geschlechter-gemischtem Team ist ein bereichernder Aspekt, der uns hilft, unsere Identität als Frauen und Männer zu entwickeln. Es ist ein herausfordernder gemeinsamer Weg.

 

(b)            Schwierigkeiten

 

¨     Beim letzten Generalkapitel (2002) bestand das Team aus sieben Mitgliedern: 3 SVD und 4 SSpS. Zurzeit gibt es nur zwei Mitglieder von dieser Gruppe. Neue Mitglieder wurden für das Team ernannt, aber zwei konnten aus sprachlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht bleiben. Zurzeit sind wir zu fünft im Team. Seit dem letzten Generalkapitel haben wir nur ab und zu ein Team mit sechs Mitgliedern gehabt.

¨     Die Sprache ist ein anderer Aspekt mit dem wir uns abmühen. An einem Ort wie Steyl muss man wenigstens zwei zusätzliche Sprachen lernen, (Deutsch und Niederländisch) für das Gemeinschaftsleben und für den Umgang mit den Menschen hier in der Gegend. Außerdem braucht man natürlich auch sehr gute Englisch- und Spanischkenntnisse für die Animation.

¨     Alle Menschengruppen haben ihre Grenzen. Die Zusammensetzung des Teams des AJSC ist sehr international und gemischt-geschlechtlich in gleicher Anzahl. Es ist ein ständiges Lernen, die Hindernisse und Grenzen, wie unterschiedliche Persönlichkeiten, familiären und kulturellen Hintergrund, Formation, Studien und Ausbildung, Erfahrungen und geschlechts-bedingte Vorurteile usw., die unsere Zusammenarbeit als Mitglieder einer Ordensfamilie behindern können, zu überschreiten. Was uns verbindet, ist unser Sendungsauftrag.

 

2.  Blick nach AUßEN

 

(a) Zeichen des Wachstums

 

Spirituelle Animation ist wesentlich das Werk des Geistes in jedem Menschen und in jeder Kommunität. Es ist nicht leicht unsere Resultate in Zahlen auszudrücken, aber wir haben Wachstumszeichen in unserer Kongregationen wahrgenommen:

 

¨     Der Wunsch, sich seiner Identität als missionarische Ordensangehörige, die in der persönlichen Berufung und in der Nachfolge Christi verwurzelt ist, stärker bewusst zu werden und sie zu pflegen. Die Reflexion darüber im Licht unseres geistlichen Erbes stärkt die persönliche Identität und schafft ein Gespür für eine Gemeinschaftsidentität. Es ist ermutigend, bei den Mitgliedern unserer Kongregationen ein wachsendes Verlangen nach Vertiefung unserer Spiritualität, nach dem Wissen über und der Liebe zu der Gründergeneration festzustellen.

¨     Spiritualität und Sendungsauftrag sind untrennbar mit einander verbunden. Die Sendung kommt aus einer lebendigen Beziehung des Jüngers mit dem Herrn. Gleichzeitig ist Mission die Begegnung mit dem gegenwärtigen und durch seinen Geist in anderen und besonders in Frontiersituationen wirkenden Herrn. Bei den Mitgliedern unserer Kongregationen ist ein erwachendes Interesse zu spüren für unsere gelebte Spiritualität. Wir machen dies an der Zahl derer fest, die begleitete Einzelexerzitien wünschen, was ein Zeichen dafür ist, dass sie sich für ihre eigene ständige Weiterbildung verantwortlich fühlen.

¨     Ein kritischerer und stärker kontextualisierter Zugang zu den historischen Anfängen hat uns geholfen, unsere Vergangenheit besser zu verstehen, unsere Gründer und die erste Generation höher zu schätzen und die ursprüngliche Inspiration und grundlegende Glaubenserfahrung wieder zu gewinnen. In den letzten sechs Jahren hat sich unser Team in einem weitern Sinn auf Spiritualität konzentriert, nicht nur die historische Lage zu darzustellen, sondern zu einer Reflexion zu führen, die die Mitglieder ermuntert, sie für uns heute in der gegenwärtigen Lebenssituation und Sendung neu zu interpretieren.

¨     Das zunehmende Bewusstsein, dass die drei Kongregationen eine Ordensfamilie bilden, verwurzelt in unserem gemeinsamen missionarischen, geistlichen Erbe und inspiriert von unserer Gründergeneration. So gut wir können, fördern wir gemeinsame Programme von SVD und SSpS und in einigen Fällen mit den SSpSAP. Diese Programme haben die geschwisterliche Beziehung gestärkt und den Mitglieder geholfen, kulturelle, geschlechtsspezifische und geschichtliche Vorurteile bis zu einem gewissen Maß abzubauen.

¨     Viele Laienpartner möchten mehr über unsere Spiritualität wissen und im Bereich Spiritualität und Mission mit uns eine Weggemeinschaft bilden unter Wahrung der eigenen Berufung jeder Gruppe. Auch wir meinen, dass mehr getan werden müsste, um Laien an unserem Sendungsauftrag und der geistlichen Animation zu beteiligen.

 

(c)   Schwierigkeiten

 

¨     Geistliche Missionsanimation

 

a)   Es ist notwendig, ein tieferes Verständnis für den Leitungsdienst als in

erster Linie Animation zu entwickeln. Da Leitung ein Dienst ist, gibt es auch eine entsprechende Spiritualität für die Leitung. Provinzleiterinnen sollten diesen Dienst in ihren Provinzen delegieren und unterstützen.

b)     Bei vielen besteht ein tiefes persönliches Verlangen nach geistlicher Tiefe. Die Provinzen müssen mehr tun, damit in dieser Hinsicht mehr Nutzen aus den Jahresexerzitien gezogen werden kann. Wir fördern besonders persönlich begleitete Exerzitien.

c)     Einerseits sehen wir die Notwendigkeit zur Vertiefung unserer Spiritualität, und andererseits begegnen wir auch Mitgliedern, die dem gesamten Bereich der geistlichen Animation gleichgültig gegenüber stehen. Wir treffen in den Provinzen auf schwache und inaktive SAT, manchmal begegnen wir auch Provinzleiterinnen, die kein Interesse haben an der Arbeit der SAT in ihren Provinzen und sie deshalb auch nicht unterstützen.

d)     Insertierte und kleine Kommunitäten haben oft keinen Raum für stille und ruhige Zeiten. Geschäftigkeit und aktives Leben zehren oft die Begeisterung auf, und daher sind die Schwestern zu schnell oder zu früh ausgebrannt im Ordensleben. Welche Hilfe ist notwendig, um zu einem persönlichen und gemeinschaftlichen Gebetsleben zu gelangen, das zu einer kontemplativen und achtsamen Einstellung im täglichen Leben hinführt?

 

¨     Die Teams für Spirituelle Animation (SAT)

 

a)     Für eine effektive Zusammenarbeit und um Programme zu haben, die im jeweiligen Milieu integriert sind, scheint es uns wichtig, in jeder Provinz ein SAT zu haben, das die Provinzleiterinnen bei ihrer Aufgabe der Animation der Provinzmitglieder sowohl bei der Erstformation wie bei der ständigen Weiterbildung, unterstützt. Die Leiterinnen und die Rätinnen sollten mit dem SAT überlegen, welches Programm für die Provinz hilfreich wäre. Es ist eine ständige Herausforderung für das Kern-Team des AJSC, auf die Bedürfnisse der Provinzen und deren Lage angemessen einzugehen, und deshalb sind SAT so äußerst wichtig. Wir versuchen, unsere Programme mit Hilfe der SAT durchzuführen. Wir sind uns auch dessen bewusst, dass es Zonen und Provinzen gibt, die wir auf Grund von Sprachbarrieren nie erreichen.

b)     Die Laien werden sich erneut ihrer eigenen Spiritualität und ihrer besonderen Rolle in der Kirche bewusst (12. Generalkapitel Nr. 36). Wir lassen sie nicht nur an unserer Spiritualität teilnehmen, sondern arbeiten auch schon auf verschiedenen Gebieten in unseren Provinzen mit ihnen zusammen. Wir müssen nach Weisen suchen, wie wir unsere Laienpartner bei der spirituellen Animation in unsere Teams integrieren können.

c)     Spezifische Bereiche: Wir sollten eine engere und wechselseitige Zusammenarbeit mit den Koordinatorinnen der verschiedenen Bereiche oder Apostolate fördern.

 

3. Lernerfahrungen:

¨     Die Zusammensetzung und die Herausforderungen, denen sich das Team in seinem Dienst der spirituellen Animation gegenübersieht, machen eine ständige Weiterbildung der Teammitglieder notwendig. Das ist durchaus keine selbstverständliche Sache.

¨     Ständige, kontextualisierte Reflexion und Neu-Interpretation des geistlich- missionarischen Charismas der Gründergeneration soll gefördert und in die konkrete Wirklichkeit der Provinzen und Regionen übernommen werden. Im derzeitigen Strukturaufbau bedeutet das größere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen dem Kern-Team und den Provinzen, die vor Ort sind und die Situation kennen, um eine gelebte missionarische Spiritualität zu pflegen, die unsere Mitglieder nähren kann. Dafür ist die Ausbildung der SAT zu qualifizierten Leuten sehr wichtig (Einzelheiten zu SAT siehe unten).

¨     Um die Begeisterung und das Interesse, die viele Brüder und Schwestern an unserer Spiritualität und unserem Charisma haben, aufrechtzuerhalten, sollten rechtzeitige und notwendige Initiativen von den Leitungsteams ergriffen oder bestärkt werden, wie das Auffinden und Ausbilden von Leuten die für die Aufgabe geeignet und daran interessiert sind.

¨     Vorkommnisse in der Welt, wie die zunehmende Globalisierung und Vernetzung, sollten uns zu immer mehr Zusammenarbeit innerhalb der drei Kongregationen und mit den Laien veranlassen, damit unser Sendungsauftrag immer effektiver durchgeführt werden kann.

¨     Als Antwort auf das zunehmende Verlangen nach geistlicher Tiefe und personalisierter Spiritualität sollten die Provinzen und Regionen mehr tun, in dem sie begleitete Einzelexerzitien, Gebets-/Besinnungstage anregen und organisieren, Mittel, die unsere Schwestern in lebendige Frauen, die in der Nachfolge Jesu in seiner Sendung stehen, umwandeln können.

¨     Wir brauchen eine kontemplative und achtsame Einstellung in der Art und Weise wie wir unsere Sendungsauftrag leben und durchführen. Unser Ordensleben ist oft von Aktivismus überschattet. Die Notwendigkeit eines neuen Verständnisses von missionarischem Ordensleben heute ist eine Aufgabe sowohl für die Erstformation wie für die ständige Weiterbildung.

¨     Es ist notwendig, den Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Spiritualität in Betracht zu ziehen und welche Auswirkungen das auf unsere Beziehungen und die Durchführungsweise unseres Sendungsauftrags hat. Nicht nur unsere Gemeinsamkeiten, auch unsere Unterschiede als SSpS und SVD können die Arbeit der spirituellen Animation bereichern und ergänzen.

¨     Finanzen: Für immer mehr Provinzen ist es schwierig, für die ständige Weiterbildung in ihren Provinzen die finanziellen Mittel aufzubringen, und das macht es schwieriger, das Team des AJSC einzuladen. Das 12. Generalkapitel stellte die ganzheitliche Formation für Mission als eine Priorität auf, die Provinzen müssen Schwestern freistellen und in deren Ausbildung für diese besondere Aufgabe investieren.

 

III. Zukünftige Ausrichtung des AJSC:

 

Fragebogen über die zukünftige Ausrichtung des AJSC

 

Im Januar 2004 schickte das Team des AJSC zusammen mit den Leitungsteams der SVD und SSpS einen Fragebogen an alle SVD- und SSpS-Provinzen/Regionen und erbaten ihre Rückmeldung über die Tätigkeit des AJSC und Vorschläge für seine künftige Ausrichtung: 27 SSpS- und 34 SVD-Provinzen/Regionen, 13 einzelne und 18 Gruppenantworten gingen ein.

In einigen Antworten wurde die Nützlichkeit des AJSC in Frage gestellt. Aber die überwiegende Mehrheit zeigte Wertschätzung für dessen Arbeit im Lauf der Jahre und den Beitrag zur spirituellen Animation. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Antworten: i

 

Erste Frage: Auf welche besondere Weise kann das Team des AJSC bei der geistlichen Animation helfen?

a)     Engeren Kontakt mit dem AJSC, z.B. durch einen Rundbrief, E-mail und Internet.

b)     Materialien, Herstellung von Modulen.

c)     Programmangebote (Exerzitien, Workshops, Vorbereitung begleiteter Exerzitien).

d)     Konzentration auf bestimmte Gruppen: SAT, Formatorinnen und Formatoren, Formandi und Formandae, Leitungsteams, Exerzitienbegleiter.

e)     Aufbau und Begleitung von SAT; jede Provinz sollte ein Team haben. Die Räte

müssen Leute dafür ausbilden lassen. Teams für Zonen oder Subzonen bilden.

f)      Integrierung der missionarischen Dimension in unsere Spiritualität. Auch Bereiche wie Gerechtigkeit und Frieden, Frauen, Ökologie, ganzheitliche Spiritualität.

g)     Aktualisierung und Anpassung unserer Spiritualität an die heutige Zeit und die Lage vor Ort.

 

Zweite Frage:  Vorschläge für Themen und für die Programm-Dynamik des AJSC

                        METHODE und VORGEHENSWEISE

+    die Notwendigkeit unsere Spiritualität zu kontextualisieren;

+    Eingehen auf die Bedürfnisse vor Ort und die Situation in den Provinzen und Zonen;

+    mehr Zusammenarbeit mit den Koordinatoren (GFS, usw.);

+    Integration von Laien sowohl in das Koordinierungsteam wie auch als Teilnehmer/innen.

 

NEUE THEMEN:

+    GFS-Themen, darunter die Rolle der Frau, Ökologie;

+    Hilfe für ältere Altersgruppen;  +  die menschlich geistliche Dimension;

+    Gemeinschaftsleben, besonders Gemeinschaftsleben in internationalen (interkulturellen) Gemeinschaften

+    Spiritualität des Leitungsdienstes;  +  Spiritualität des Dialogs;

+    Mission als Kontemplation; Gebet im aktiven Leben;  +  Formation der      Formatoren und Formatorinnen.

+    unsere trinitarische missionarische Spiritualität;  +  Neubegründung des Ordenslebens;

+    ganzheitliche Formation;  +  Beziehungen zwischen den Geschlechtern;  +  die letzten Generalkapitel.

 

Dritte Frage:  Schwierigkeiten beim Einladen des AJSC

(i)   Finanzen:  Für die meisten Provinzen ist es schwierig, die finanziellen Mittel für ein Programm bereit zu stellen.

(ii)   Sprache: Das AJSC hat Programme in Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Bahasa Indonesia entwickelt. Aber die Sprache ist für diejenigen Länder ein Problem, deren Mitglieder gewöhnlich keine dieser Sprachen sprechen.

      (iii) Andere Schwierigkeiten:   (weniger häufig aufgeführt)

·       In einem bestimmten Land gibt es andere Möglichkeiten zur ständigen Weiterbildung, für einige sind solche Programme attraktiver als unsere eigene Spiritualität. Wie können die Programme des AJSC attraktiver gemacht werden für die Mitglieder unserer Kongregationen?

·       Vorurteile und fehlende Glaubwürdigkeit in die Mitglieder des SAT.

 

IV.     Antwort des Teams des AJSC auf die Vorschläge des Fragebogens

 

1.         Kontakt mit den SAT.

a) Rundbrief des AJSC.  Wiedererscheinen im Oktober 2004. Erscheint halbjährlich in elektronischer Form auf Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Indonesisch.

    Wenden Sie sich an: ajscsteyl@gmail.com

b) Materialien.

(i)       Materialien, die für die Heiligsprechung und das Jahr der Gnade; die Seligsprechung von Mutter Josefa und jetzt das Gedenkjahr des 100. Todestages der beiden Heiligen vorbereitet waren, sind den Provinzen zugeschickt und auch elektronisch in verschiedenen Sprachen zugänglich gemacht worden.

(ii)       Es gibt einen AJSC-Ordner auf den Webseiten beider Generalate für Artikel und andere Materialien in mehreren Sprachen über unsere Geschichte oder Spiritualität wie wir sie heute leben. Diese Materialien können gelesen und zum Gebrauch in den Provinzen herunter geladen werden.

(iii)      Seit dem letzten Generalkapitel hat Sr. Franziska vier Bücher in deutscher Sprache verfasst; drei sind schon ins Englische, Spanische und andere Sprachen übersetzt worden. Zurzeit wird ein Buch über die Oberkirche in St. Michael (Steyl) und den dortigen Symbolen übersetzt.

 

c)          Eine der Aufgaben des Kern-Teams des AJSC ist es, jedes Jahr bei den Terziatsprogrammen sowohl der SVD wie auch der SSpS in Steyl und Nemi mitzuarbeiten. Das nimmt etwa drei Monate in Anspruch, und es sind wenigstens zwei bis drei der Team-Mitglieder daran beteiligt.

 

V.        Hoffnungen und Erwartungen für die Zukunft

 

Das Kern-Team in Steyl

Im Bericht des AJSC für das 12. Generalkapitel (2002) schrieben die Teammitglieder über die Notwendigkeit für ein Kern-Team und brachten auch mögliche alternative Strukturen für die zukünftige Arbeitsweise des Kern-Team des AJSC zur Sprache.

 

Uns zeigen die Antworten auf dem Fragebogen wie gut es ist, ein Kern-Team in Steyl zu haben. Aber wir meinen auch, dass es wichtig ist, nach neuen Möglichkeiten für die zukünftige Arbeitsweise des Kern-Teams des AJSC in Steyl zu suchen um den Provinzen eine bessere geistliche Animation bieten zu können. In unseren halbjährlichen Zusammenkünften (Konferenzen) zusammen mit der Kongregationsleitung haben wir diese Sache besprochen und bearbeitet. Im Jahr 2006 machten wir den Generalaten den konkreten Vorschlag, zwei Mitglieder (eine SSpS und einen SVD) für das Team des AJSC als Vollmitglieder ad experimentum zu ernennen, die aber auf Zonen- oder Kontinentalebene arbeiten sollten. Wie die Mitglieder in Steyl unterstünden sie direkt dem Generalat und nicht der Provinz. Sie wären freigestellt, für die geistliche Animation in ihrem Sprachbereich zu arbeiten und dürften von keiner Provinz für andere Verpflichtungen auf Provinzebene eingesetzt werden. Diese Mitglieder wären in direktem Kontakt mit dem Kern-Team, den Koordinierungsprogrammen und nähmen an wenigstens einer Zusammenkunft jedes Jahr in Steyl teil. Auf diese Weise würde die Zahl der ständig in Steyl lebenden Teammitglieder reduziert.

 

Dieser Vorschlag traf auf einige praktische Schwierigkeiten, als er den beiden Generalräten der SVD und SSpS unterbreitet wurde. Sie sehen es für wichtig an, die SAT zu neuem Leben zu erwecken. Ein praktischer Vorschlag von ihrer Seite war, zwei SAT-Mitglieder (eine SVD und eine SSpS) aus einer bestimmten Zone einzuladen, an den Zusammenkünften des AJSC in Steyl teilzunehmen. Die ersten zwei Leute, die im vergangenen Jahr daran teilnahmen, sind aus Asien und die Erfahrung, die gemacht wurde, ist positiv bewertet worden.

 

Wir wissen, dass die Diskussion über das Suchen nach angemesseneren und wirksameren Arbeitsweisen damit noch nicht beendet ist. Wir meinen, dass sich eine klarere Vorstellung herauskristallisieren wird, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Das AJSC besteht im Jahr 2008 seit 18 Jahren. Ist das AJSC in seiner derzeitigen Form und Arbeitsweise von Bedeutung für die Provinzen und Regionen? Die Dringlichkeit der Förderung der geistlichen Animation sollte das Generalkapitel anregen, die Suche nach einem neuem modus operandi zu veranlassen, damit unser Dienst noch effektiver werden kann.

 

Wir danken Sr. Agada und ihrem Rat für ihre Unterstützung und den Provinz- und Regionalleiterinnen für ihr Interesse für unsere gemeinsame Aufgabe der geistlichen Animation.