AJSC Rundbrief

Rundbrief # 12

Steyl –  October, 2010

SSpS / SVD / SSpSAP


 

          Wieder einmal die herzlichsten Grüße vom Team des Arnold - Janssen - Spiritualitäts- Zentrums (AJSC) in Steyl: Emmie Vas und Aneta Kołodziejczyk SSpS, Peter McHugh, Mike Somers, Renato Gnatta und Peter Dusicka SVD.  

 

          Ihr Engagement im Dienst der geistlichen Animation erfülle Sie auch weiterhin mit Freude und bringe reichlich Frucht!

 

 

     INHALTSVERZEICHNIS

 

1.  GUTE NACHRICHT -  Zwei neue Mitglieder

2.  AJSC feiert 20jähriges Bestehen:    15. Januar 1990 - 2010

3.  Mitglieder des AJSC im Lauf der Jahre

4.  AJSC  - die Gründergeneration

5.  Workshop für Leiter/innen von 30tägigen Exerzitien  

6.  Nachrichten aus den Provinzen

7.  Publikationen

8.  Kontakte

 

 


 

 

1.    GUTE NACHRICHT -  Zwei neue Mitglieder

 

Teams stellen sich vor:

 

Renato Leite GNATTA:  Ich bin im Süden Brasiliens geboren. Meine Eltern                   

                                        hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb, wo ich mit meinen drei Brüdern und zwei Schwestern aufwuchs. Als ich 22 Jahre alt war, trat ich in die SVD ein und wurde 1991 zum Priester geweiht.

Ich erhielt Bestimmung für Ghana, wo ich mein erstes ‚Eintauchen’ in eine neue Sprache und Kultur erlebte. Als Helfer in einer Pfarrei lernte ich eine Menge von den Menschen. Nach fünf Jahren kehrte ich nach Brasilien zurück und arbeitete etwa drei Jahre in der Missionsanimation und Berufungspastoral. Im Jahr 2000 begann ein neuer Lebensabschnitt für mich, ich wurde zum Noviziatsleiter ernannt.  Es war wieder eine Zeit des Wachsens im Zusammenleben und -arbeiten mit jungen Menschen. Während dieser Zeit nahm ich an Spiritualitätskursen teil, und an den Wochenenden war ich in der Seelsorge bei armen Menschen in ländlichen Gemeinden im Einsatz. Jetzt, nach neun Jahren in der Erstformation, bin ich eingeladen, Mitglied des Spiritualitätsteams in Steyl zu werden und bei der ständigen Fortbildung mitzuarbeiten. Neue Herausforderungen erwarten mich, und ich glaube, dass wir unsere Sendung nur weiterführen können wie es unsere Gründergeneration tat, wenn wir unsere Spiritualität vertiefen.

 

Peter DUSICKA.  Ich bin aus der Slowakei.  Nach Ablegung der ewigen

Gelübde im Jahr 1994, begann ich in der Formation zu arbeiten

bis 2004. Zunächst begleitete ich die Postulanten für ein Jahr, dann die Seminaristen für drei Jahre und schließlich die Novizen. Während meines Einsatzes in der Formation besuchte ich Seminare über Exerzitienbegleitung und konnte unseren Mitbrüdern und den SSpS – Schwestern mehrere Kurse anbieten. Außerdem hielt ich auch Vortragsexerzitien. Vor Beginn meines Einsatzes im Noviziat im Jahr 2000 nahm ich an einem neunmonatigen Kurs am Institut für Ordensausbildung in Chicago teil. In den letzten sechs Jahren war ich in der Leitung unserer slowakischen Provinz tätig.

Meine Bestimmung für das Team des AJSC ist eine Einladung für mich, durch die Spiritualität unserer Steyler Ordensfamilie nicht nur selbst bereichert, sondern auch zu einem Werkzeug zu werden, durch das der heilige dreieinige Gott die Umwandlung dieser Welt in sein Reich weiterführen kann. 

 

 

2.    AJSC feiert 20jähriges Bestehen:    15. Januar 1990 - 2010

 

Die Idee, das Arnold - Janssen - Spiritualitäts-Zentrum (AJSC) zu eröffnen, kam vom SVD - Generalkapitel 1988:“in Steyl ein Zentrum  sowohl für die Erforschung des geistlichen Erbes von Arnold Janssen und der Gesellschaft wie auch für die geistliche Animation der Mitglieder einzurichten.”  Die Gemeinschaften von SSpS und SSpSAP versprachen, mitzumachen.  Am 15. Januar 1990 wurde das AJSC in St. Michael, Steyl offiziell eingeweiht. P. Heinrich Heekeren und Sr. Agada Brand standen einem Team von drei SVD und drei SSpS vor.  Eine Anbetungsschwester fungierte als Kontaktperson.

Die Ziele des AJSC waren, wie von den Generalleitungen festgelegt:

(1.) die Mitglieder zur Verwirklichung unserer missionarischen Spiritualität

        anzuregen und sie dabei zu unterstützen;  

(2.) die Kommunitäten vor Ort bei ihren Bemühungen zur Erforschung

        unserer Wurzeln zu ermutigen und diese zu koordinieren;

(3.) Laien zu helfen, gemäß der missionarischen Spiritualität des Seligen

        Arnold zu leben und sich missionarisch zu betätigen;

(4.) das Studium unseres geistlichen Erbes zu fördern.

Die Methode des Teams bestand darin, geistliche Animationsteams [spiritual animation teams] (SATs) in den Provinzen aufzustellen. Die systematische Arbeit mit den SATs war nicht immer einfach, da viele SAT-Mitglieder andere Bestimmungen erhielten, ausstiegen, usw.  Dennoch ist bezüglich persönlicher und gemeinschaftlicher Erneuerung viel erreicht worden. Es ist großes Interesse an unseren Gründer/innen und an die Gründergeneration geweckt worden. In den drei Kongregationen ist das Zugehörigkeitsgefühl zur Steyler Ordensfamilie gewachsen, die aus einer gemeinsamen Spiritualität und einem gemeinsamen Charisma lebt. Die vielleicht wichtigste Entwicklung in diesen zwanzig Jahren ist die zunehmende Überzeugung von der geistlichen Animation als einer der höchsten Prioritäten. Alle Generalkapitel der letzten Jahre haben diese Priorität betont und zur Zusammenarbeit mit dem AJSC aufgerufen.

Die Ziele sind grundsätzlich noch dieselben, die Mittel und Wege sie zu erreichen, müssen weiter entwickelt werden. Unsere Kongregationen und die Welt haben sich verändert. Der Schwerpunkt liegt stärker auf zonaler oder kontinentaler Zusammenarbeit, und manche meinen, die geistliche Animation sollte von Teams auf zonaler oder kontinentaler Ebene koordiniert werden. Nach vielen Beratungen mit dem Team des AJSC und einigen Provinzen, beschlossen die Generalräte von SVD und SSpS im Januar 2010, dass die derzeitige Struktur des AJSC noch zwei Jahre beibehalten werden soll. Diese zweijährige Frist wird für weitere Überlegungen und Beratungen genutzt werden, und so „wird weiterhin eine Entscheidungsfindung durchgeführt, um eine Struktur zu finden, die der zukünftigen Ausrichtung am besten dient”.

 

3. Mitglieder des AJSC im Lauf der Jahre

 

     Die folgenden SSpS und SVD waren Mitglieder des Kernteams des AJSC in Steyl:

 

SSpS:  Sr. Agada Brand,  Sr. Clarette Ramirez,  Sr. Shanti Chakumkunnel,  Sr. Maria

            Virginia Gette,  Sr. Carol Welp,  Sr. Franziska C. Rehbein,  Sr. Gracy Antony,

            Sr. Matilde Sacardo, Sr. Emmie Vas, Sr. Maria Cristina Avalos, Sr. Aneta

            Kołodziejczyk.

 

SVD:  Heinrich Heekeren,  Antonio B. Pates,  Jos Vazhail,  Peter McHugh, Cyprianus

           Setyawan,  Mike Somers,  Simon Bata,  Renato Gnatta,  Peter Dusicka.

 

Drei Mitglieder sind schon bei der Gründergeneration im Himmel:  Heinrich Heekeren starb am 14. Dezember 2004,  Cyprianus Setyawan am 11. Oktober 2005,  Clarette Ramirez  am 28. Mai 2006.

 

 

4.    AJSC  - die Gründergeneration

 

Zwei der ersten AJSC - Pioniere lassen uns an ihren Erinnerungen an die Anfangsjahre teilhaben

 

A  Sr. Agada Brand   (AJSC 1990 - 1996)

 

ZURÜCK ZU DEN WURZELN UM UNSERE BERUFUNG HEUTE NEU ZU BELEBEN

 

‘Zurück zum den Wurzeln!’  war der Aufruf des 2. Vatikanums, ein Aufruf, unsere Spiritualität und unser Charisma neu zu überdenken und zu vertiefen,  damit wir sie HEUTE  überzeugend leben können. Das SVD - Kapitel von 1988 schlug ein Spiritualitätszentrum als gemeinsames Projekt unserer drei Kongregationen vor. Der 15. Januar 1990 war der Gründungstag des AJSC.  Jedoch waren bis September nur
P. Heinrich Heekeren und ich im Zentrum. Dann wurde ein internationales Team mit sechs Mitgliedern gebildet, um das Projekt weiterzuführen. Im Januar 1991 führten wir die ersten Programme in Steyl durch, um eine Struktur aufzubauen, die alle fünf Kontinente erreichte.

Viele Zweifel und Fragen wurden laut:  Ein Zentrum in Steyl? Was kann Steyl uns heute noch bieten?  Andere äußerten: „Sie haben nichts anderes zu tun…  Lass sie die Vergangenheit ausgraben … Wir kennen sie ohnehin schon!”  Und so weiter…  Wir brauchten ein großes inneres Durchhaltevermögen und Überzeugung.  Ich selbst fragte mich für eine ganze Zeit: „Warum vergeude ich meine Zeit hier mit diesem Projekt,  statt in meinem Missionsgebiet in Afrika zu sein?” 

Mehrere Provinzen gingen auf die Einladung ein, besser kennen zu lernen, was unsere Gründergeneration bewegte, ihren Sendungsauftrag zu erfüllen. In diesen Provinzen wurden erweiterte Teams gebildet, um zusammen mit dem Kernteam dieses Projekt in ihren Provinzen durchzuführen. Zu diesem Zweck wurden zehn einmonatige Programme angeboten, einige in Steyl und andere in den Provinzen, mit dem Ziel, vor Ort Teams zu bilden, die vom Zentralteam begleitet und nachher unterstützt werden sollten. Am Ende eines dieser Programme gestand eine wirklich engagierte SSpS, dass es ihr bisher genügt habe, in der Ortskirche engagiert zu sein. Aber jetzt habe sie erkannt, dass das nicht ausreiche, sie müsse ihre Identität, ihre Spiritualität und ihr Charisma als echte SSpS mit Überzeugung leben.

Das Zentrum entwickelte sich sehr langsam, aber allmählich  stellten wir ein wachsendes Interesse fest, mehr über die Ursprünge zu erfahren. Dazu brauchten wir Materialien in verschiedenen Sprachen. Es gab kaum welche, außer in Deutsch. Aber alle, bis auf einen in unserem Team und die Mehrheit der Mitglieder unserer Kongregationen waren Nicht-Europäer. Glücklicherweise waren fähige SSpS und SVD bereit, Materialien  herzustellen und/oder zu übersetzen.

Ein weiteres Zeichen des Wachstums durch das AJSC war ein größeres Interesse seitens der Terziatsteilnehmer/innen von SSpS und SVD. Sie wollten eine längere Zeit in Steyl sein, um die Orte besser kennen zu lernen, wo unsere Gründergeneration gelebt hatte. Im Jahr 1999 beschlossen die SSpS ihre Terziate nach Steyl zu verlegen. Die Verbindung zu unserer Geschichte hilft sicherlich, sie heute neu zu ‚lesen’, was notwendig ist, wenn wir in KREATIVER TREUE leben wollen, was wir von unserer Gründergeneration ererbt haben.

Allmählich fanden wir heraus, dass an unseren Anfängen eine Generation von großen Heiligen stand, von denen zunächst angenommen wurde, dass sie nicht die geeigneten Personen zur Durchführung eines solchen Projekts seien. Wieder einmal bringt Gott unsere menschliche Weisheit durcheinander und vollbringt ein großes Projekt durch Männer und Frauen, die als unfähig angesehen wurden, es zu tun. Wir fanden auch heraus, dass Steyl, ein entlegener und unbedeutender Ort, auch heute noch viel zu bieten hat. Wir entdecken und erfahren dort etwas vom Leben und der Leidenschaft der Gründergeneration, als sie dazu beitragen wollten, dass der dreieinige Gott bekannt, geliebt und verherrlicht werde, so dass auch wir uns gedrängt fühlen, uns diesen Geist und diese Leidenschaft zu eigen zu machen.

Mir persönlich halfen die sieben Jahre, die ich im AJSC in Steyl verbrachte, unsere Spiritualität und unser Charisma kennen zu lernen und vor allem die Größe unserer Gründergeneration zu entdecken: so einfach und anspruchslos und doch so tief verwurzelt im dreieinigen Gott und in ihrem Sendungsauftrag. Das erfüllte mich mit tiefer Liebe und Bewunderung für sie und stärkte meine Liebe und Leidenschaft für den Sendungsauftrag, für den sie lebten.

Nach zwanzigjährigem Bestehen des AJSC und nachdem ich unsere Kongregation zwölf Jahre als Kongregationsleiterin begleitet habe, kann ich wirklich sagen, dass sich das Ringen und Suchen gelohnt hat. Und ich bin wirklich überzeugt, dass wir in allen unseren Provinzen diese Bemühungen fortsetzen sollten, denn jeder Tag stellt neue Herausforderungen in unserem Missionsleben und erfordert neue Schritte. Aber wir müssen mit unseren Wurzeln eng verbunden bleiben, um unsere Spiritualität und unser Charisma neu zu überdenken und in die neuen Zusammenhängen zu stellen. 

 

B Tony Bon Pates (AJSC 1991 - 2004)

 

AM ANFANG …

Meine Erfahrungen am Anfang des AJSC

 

Dankbar und froh schaue ich auf die Jahre im AJSC zurück. Es war eine Erfahrung besonderer Art, im Anfang mit P. Heinrich Heekeren und den anderen Teammitgliedern zusammen zu sein. Sie haben mich durch ihre unverwechselbare Persönlichkeit, ihre Lebenserfahrungen, den kulturellen Reichtum und den geistlichen Austausch bereichert.    

Ich erinnere mich noch gut an die einzigartige Eröffnung des AJSC am 15. Januar 1990 in Steyl.  Eine einfache Feier in der Aula zusammen mit “Voorde”, einer Bewegung von Männern und Frauen, die sich im Dienst von Menschen engagieren, die den Sinn ihres Lebens verloren haben. Viele erwarteten zur Einweihung des AJSC eine feierliche Liturgie, aber es war ein einfaches Zeichen, um den Anfang eines wagemutigen Unternehmens der Suche nach kreativen Weisen, den Menschen zu dienen, zu feiern.

Der Anfang des AJSC war tatsächlich eine Herausforderung, da es sowohl für das Team wie für die Kommunität von St. Michael etwas völlig Neues war. Unsere Kongregationen haben keine systematisierte geistliche Tradition wie die alten Orden. Plötzlich war da eine internationale Gruppe von SVD und SSpS in dem Haus - wozu?  Es gab eine Reihe Hindernisse – Sprache lernen, Anpassung ans Klima, Zusammenleben und –arbeiten mit Vertretern des anderen Geschlechts, neue Programme aufstellen und so weiter. Aber die Tür war geöffnet für ein neues Wagnis.

Nach vielen Beratungen begann sich eine Vision herauszukristallisieren mit dem Schwerpunkt auf der ständigen geistlichen Animation aller Mitglieder im Licht unserer trinitarischen Sendungsspiritualität. Diese Animation musste auf lokaler, Provinz- und Zonenebene erfolgen, und das würde die Bildung von Spiritual Animation Teams (SAT) auf Provinzebene erfordern.  

Bei diesem Funken einer Vision sah ich mich auf einer wagemutigen Reise der Anpassung, des Lernens, Zuhörens, der Kreativität, des Austauschs – in einem Wort, des ‘Synergismus’ als dynamischem, interaktivem Prozess der Entscheidungsfindung, um die bestmögliche Antwort in einer gegebenen Situation zu finden.  Als Team von Männern und Frauen leben und arbeiten zu lernen war eine Herausforderung – beim Planen und Vorbereiten von Programmen zu lernen, wer wir sind, uns mit unseren jeweiligen Gaben zu ergänzen. Unsere Teamarbeit wurde als wirksames Zeugnis sehr geschätzt. Das ist einer der Reichtümer des Charismas, das wir als Ordensfamilie von Männern und Frauen haben im Dienst an der gemeinsamen Mission.

Einen anderen Lernprozess, den ich zu schätzen weiß, ist das Entwickeln von Programmen, um geistliche Animatoren in den Provinzen vorzubereiten. Dieses kreative  Entwickeln war sehr bereichernd durch die Teamarbeit, das Zusammenführen personeller Ressourcen und Erkenntnisse und sie in einem dynamischen Programm darzustellen. Andere zu befähigen, geistliche Animatoren zu sein in einem Team, bleibt weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben des AJSC.

Meine Zeit im AJSC führte mich auch dazu, unsere Gründergeneration mehr zu schätzen, die es aus Liebe wagten, auf den Ruf ihrer Zeit mit dem Wort und dem Geist zu antworten, eine Anregung für mich und für uns alle. Das Unterwegssein mit unseren Mitbrüdern, unseren Schwestern und unseren Laienpartnern eröffnete mir den Reichtum unserer Steyler Ordensfamilie, die aus Einzelnen besteht, die heute von Gott gerufen, geliebt und gesendet sind. Die persönliche Lebensgeschichte einer und eines Jeden zeigt die einzigartige Begegnung mit Gottes Liebe, und, wie kleine Teile eines Mosaiks, bilden wir zusammen das staunenswerte Bild des lebendigen Leibes einer Kongregation, die gerufen ist Zeugnis zu geben und Gottes Sendung zu dienen.

Ich persönlich erhoffe und erbitte für das Team des AJSC, dass seine Mitglieder als Team zusammen wachsen und unterwegs sind und andere zu ihrem Dienst als geistliche Animatoren befähigen, als Mitglieder der Steyler Ordensfamilie zusammen mit unseren Laienpartnern. Möge der Schöpfer Geist in Ihnen brennen wie es in dem Wort des Herrn ausgedrückt ist: “Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen.  Wie froh wäre ich, es würde schon brennen.” (Lk 12,49)

 

 

5. Workshop für Leiter/innen von 30tägigen Exerzitien  

13. Feb. – 28. März 2010,  Steyl

 

In mehreren Provinzen werden 30tägige Exerzitien nach der ignatianischen Methode im Noviziat (SVD) oder während der Vorbereitung auf die Ablegung der ewigen Gelübde (SSpS) durchgeführt. Das war im Allgemeinen eine positive Erfahrung. Aber da das Ziel der Exerzitien die Stärkung der eigenen Identität als SVD oder SSpS ist, haben viele gefragt, warum nicht etwas Ähnliches angeboten wird, aber mit dem Schwerpunkt auf unserer eigenen missionarischen Lebensweise. Es geht nicht darum, die ignatianischen Übungen zu verbessern, sondern vielmehr wird gewünscht, sich auf die Elemente unserer eigenen Spiritualität zu konzentrieren. Außerdem könnten unsere Mitglieder später noch profitieren. Das SVD Handbuch für Vorgesetzte ermutigt dazu (B 4, 1.3).  Die Ausbildung von mehr Schwestern und Mitbrüdern, Exerzitanten und Exerzitantinnen zu begleiten würde das fördern.

Daher war das Ziel des Workshops, ein gemeinsames AJSC-Nemi-Projekt, 30tägige Exerzitien auszuarbeiten, die auf unserer Spiritualität basieren und die Teilnehmer/innen befähigen, solche Exerzitien zu leiten, wie auch die kürzeren Jahresexerzitien (6 oder 8 Tage). Es waren 23 Teilnehmer/innen:

12 SSpS und 11 SVD, die in 8 Ländern im Einsatz sind. 

Im Zentrum des Workshops stand die einmonatige ‚Reise’, deren Struktur und Ablauf  auf den Schlüsselelementen unserer Spiritualität basiert, nämlich dem Bewusstsein:

<>   verwurzelt und gegründet zu sein in Gottes Liebe als Vater und Mutter, von

        Jesus geoffenbart und ausgegossen im Heiligen Geist;

<>  gerufen zu sein, Jesus auf dem Weg der Gelübde zu folgen in einer Gemeinschaft für

        und in Mission;

<>  geführt und gestärkt zu sein vom Geist, teilzunehmen an der missio dei im Dialog

        und in Frontiersituationen.

Unsere Spiritualität hat ihre Mitte im Geheimnis der Dreieinigkeit, die alle Menschen in ihre Lebensgemeinschaft hinein zieht. Wir sind hineingenommen in die Sendung des Wortes und des Geistes.

Die Exerzitienreise hatte vier Phasen:

Phase   I:        Ursprung und Gründung unseres missionarischen Ordenslebens.

                  Verwurzelt und gegründet in der kreativen und vergebenden Liebe

des dreieinigen Gottes.

Phase  II:       Der Mensch Jesus, der uns ruft, ihm zu folgen.

Phase III:      Eins in seiner liebenden Ganzhingabe

Phase IV:       Gesandt vom auferstandenen Herrn, bestärkt von seinem Geist. Contemplatio in Missione

Den Exerzitien folgte ein einwöchiger Workshop, um den Teilnehmern/innen zu helfen, die Struktur und den Ablauf der Exerzitien zu verstehen. 

Für die 23 Teilnehmer/innen war es eine tiefe persönliche Erfahrung.  “Eine der besten Erfahrungen, die ich in meinem Leben hatte.”  “Es war das richtige Programm für mich; eine Zeit, meinen Durst zu stillen.”  “Eine sehr fruchtbare und bereichernde Erfahrung.”  Andere Äußerungen zeigten eine ähnliche Zufriedenheit mit dem Ablauf und mit dem Ergebnis des Workshops.  “Es war äußerst hilfreich, dass das Programm in Steyl stattfand, wo unsere historischen Wurzeln sind. “Steyl ist nicht nur ein Ort für Gebet, sondern selbst ein Gebet. ” schrieb ein SVD-Teilnehmer

Aber die Früchte dürfen nicht nur auf persönlicher Ebene bleiben, so wichtig das sein mag. Wir hoffen, dass die Teilnehmer/innen ihre Begeisterung konkret in ihren eigenen Provinzen weitergeben können.  Nach der Besprechung der Ergebnisse des Workshops während ihrer gemeinsamen Sitzung im Juli, betonten die beiden Generalleitungen die Notwendigkeit für diese Nachbereitung. Sie beauftragten uns auch, zu überlegen, wie ein ähnlicher Workshop in Spanisch und Portugiesisch veranstaltet werden könnte.

 

6.    Nachrichten aus den Provinzen

 

P. Gregory Arockiam SVD Landes-Koordinator der AJS in Indien berichtete über ein fruchtbares Jahrestreffen des  AJS - Teams Anfang des Jahres. Außer einem Bericht darüber, was getan wurde,  besprachen sie Pläne für die folgenden Themen:  Geistliche Animation für Mitbrüder in ewigen Gelübden;   2. Zusammenarbeit von SVD und SSpS;   3.  Geistliche Animation in verschiedenen Phasen der Formation;  4. Die Arnold - Janssen -Spiritualität mit Laien teilen.

Sie planten, gutes Lesematerial über unsere Spiritualität zu erstellen und zu verteilen.  Für weitere Informationen wenden Sie sich an Gregory unter  gregarockiam@yahoo.com.

 

7. Einige Publikationen

 

a)  Rundbrief für Brüder.  Br. Bela Lanyi SVD auf Cebu, Philippinen schickt den Rundbrief in Englisch. Die nächste Ausgabe behandelt die “Freizeit der Brüder”.

 

b)  Wir erhielten auch The Voice of the Brothers, [Die Stimme der Brüder] herausgegeben von Br. McDaniel Acquaah aus dem Formationshaus der Brüder in Ghana.   Kontaktieren Sie:  mcdanielgh@yahoo.com

 

8. Kontakte

 

Sie können das Material, das Sie im öffentlichen Teil der SVD-Webseite im AJSC Folder finden, lesen und herunterladen: http://www.svdcuria.org    Klicken Sie auf  Site Map/Mapa del sitio, dann klicken Sie auf  AJSC–CEAJ.  Die Schwestern haben Zugang zum selben Material, wenn sie auf die SSpS - Webseite www.worldssps.org  gehen und dann Other Links anklicken, danach  AJSC.

 

Falls Sie Material haben (Artikel oder Programm-Module), das bei der Arbeit im Bereich Spiritualität hilfreich sein könnte, bitte, schicken Sie es uns, und wir können es dann ins Internet stellen, so dass es auch anderen zugänglich wird. Schicken Sie derartiges Material und auch andere Nachrichten aus Ihrer Provinz im Bereich Spiritualität an die folgende Adresse: ajscsteyl@gmail.com

Mit den besten Wünschen für Ihre Arbeit,

 

 

Emmie, Aneta, Peter McH., Mike, Peter D., Renato

Der Rundbrief des AJSC wird in fünf Sprachfassungen herausgegeben: Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Indonesisch.