AJSC Rundbrief

Rundbrief # 13

Steyl –  Januar 2011

SSpS / SVD / SSpSAP


 

         

                     Das Team des Arnold Janssen Spiritualitäts - Zentrums (AJSC) in Steyl:

                     Aneta Kołodziejczyk und Emmie Vas SSpS,

                     Renato Gnatta, Peter McHugh, Mike Somers und Peter Dusicka SVD

                   wünschen Gottes Segen im Neuen Jahr 2011 für Ihre Aufgabe der geistlichen Animation.

     

In dieser Ausgabe:

 

1.  2011 – ein Jahr der Zuversicht und Hoffnung - “Duc in Altum”

2.  Zwei neue Kodirektoren:  Aneta und Renato

3.  Abschied von Peter McHugh und Mike Somers

4.  Lebendige SAT  -  das Feuer am Brennen halten

5.  Workshop für Leiter/innen von 30tägigen Exerzitien - Nachbereitung

6.  Rückmeldung über Programme des AJSC

7.  Einige Aktivitäten des AJSC - Teams

8.  Nachrichten aus den Provinzen

9.  Kontakte

 


 

 

1.  2011 - ein Jahr der Zuversicht und Hoffnung  -  “Duc in Altum.”

 

Das Jahr 2011 wird ein wichtiges Jahr für das Kern-Team des AJSC in Steyl, da einige Veränderungen anstehen. Zwei neue Kodirektoren, Aneta und Renato, haben ihr Amt angetreten, und zwei ‚alte Hasen’, Peter McHugh und Mike Somers, verlassen das Team. Für unsere halbjährliche Planungssitzung im Dezember 2010 wählten wir das Thema aus Lukas 5,1-11, “Duc in Altum”  - “Werft euer Netz auf dem See aus”. Es schien uns sehr passend für unser Team, da wir in eine neue Phase unseres Einsatzes für geistliche Animation eintreten. Aber nicht nur die Zusammensetzung des Teams verändert sich, die beiden Generalräte haben, nach Beratung mit anderen, über die zukünftige Entwicklung des AJSC nachgedacht. Am 17. Januar werden Aneta und Renato an der gemeinsamen Sitzung der beiden Generalräte in Rom teilnehmen, um der zukünftigen Ausrichtung eine konkrete Form zu geben. In unserem nächsten Rundbrief können wir Ihnen das Ergebnis mitteilen.

 

2.  Zwei neue Kodirektoren des AJSC:  Aneta und Renato

 

Nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Kern-Teams ernannten die beiden Generalräte Aneta Kołodziejczyk SSpS und Renato Gnatta SVD zu Kodirektoren des AJSC für das nächste Triennium. Sie haben am 1. Januar ihr Amt angetreten.

 

Sr. Aneta Kołodziejczyk kommt aus Polen. Während der letzten fünfzehn Jahr nach Beendigung des Psychologiestudiums in Rom war sie immer direkt in der Formation im Einsatz, hat mehrere Gruppen Junioratsschwestern auf die Ablegung der ewigen Gelübde vorbereitet und sechs Jahre als Noviziatsleiterin gewirkt. In den Jahren 1998/99 und 2007/08 begleitete sie bei den einjährigen internationalen Formationskursen der SSpS auf den Philippinen die Teilnehmerinnen bei ihren persönlichen Wachstumsprozessen. Ihre internationale Erfahrung auf diesem Gebiet wird ihr sicher helfen, sich noch mehr für die gesamte Steyler Ordensfamilie zu engagieren.

 

Renato Leite Gnatta wurde in Brasilien geboren. Im Alter von 22 Jahren trat er in die SVD ein und wurde 1991 zum Priester geweiht. Er bekam Bestimmung für Ghana, wo er zum ersten Mal eine tiefere Erfahrung mit einer neuen Sprache und Kultur machte. Fünf Jahre später kehrte er nach Brasilien zurück and arbeitete in Missionsanimation und Berufungspastoral und für etwa drei Jahre als Noviziatsleiter. Während dieser Zeit nahm er an einigen Kursen über Spiritualität teil und war an Wochenenden im Pastoraleinsatz bei den Armen auf dem Land. Er ist mit Begeisterung bei seiner neuen Arbeit der ständigen Weiterbildung, weil: “Ich meine, dass wir unseren Sendungsauftrag nur dann so erfüllen können wie unsere Gründungsgeneration es getan hat, wenn wir unsere Spiritualität vertiefen.”

 

“Partnerschaftlicher Führungsstil” ist der Begriff, den wir gebrauchen, um unsere Leitungsmethode im AJSC zu beschreiben. Von Anfang an wurde das AJSC ganz deutlich als gemeinsames Unternehmen aller drei Kongregationen gesehen. Um dieses Ideal umsetzen zu können, entwickelte das AJSC einen partnerschaftlichen Führungsstil mit zwei Kodirektoren statt mit einem Direktor und einem Assistenten. Zunächst fanden die beiden Generalräte unseren Antrag ungewöhnlich, da es damals kein anderes Beispiel für dieses Modell in unseren Kongregationen gab. Außerdem: “An wen sollen wir unsere Briefe adressieren?”! Aber die Räte waren offen, und wir haben dieses Modell seither beibehalten. Dieser Punkt ist für uns sehr wichtig. Unsere Arbeitsweise als AJSC ist als SSpS und SVD, als Frauen und Männer zusammen zu arbeiten. Die Grundlage dieser Art der Zusammenarbeit ist das Prinzip der Gleichheit und der Ergänzung. Wir sprechen über dieses Prinzip in den Programmen des AJSC, und das ist eine Weise, wie wir zu leben versuchen, was wir verkünden!

 

3.  Abschied von Peter McHugh und Mike Somers

 

Peter war seit Januar 1996 in Steyl. “Während dieser Zeit” sagt er, “habe ich mit einer ganzen Reihe Teammitgliedern gearbeitet. Es war für mich eine gute und persönlich sehr bereichernde Zeit. Eine besonders bereichernde Erfahrung war das Leben und Arbeiten in einem gemischten Team von Männern und Frauen (SVD/SSpS). Es gab natürlich viel Routinearbeit, aber im Allgemeinen fand ich, dass die Begegnung mit neuen Gruppen, die Erstellung und der Versuch zur Verbesserung von Programmen, eine stimulierende Herausforderung waren, von denen ich eine Menge lernte. Ich habe unsere Gründergeneration mit ihren Fehlern und Versagen besser kennen und schätzen gelernt.” Peter wird nach Nemi umziehen.

 

Mike ist aus Irland und hat viele Jahre in Ekuador verbracht. Er kam vor neun Jahren nach Steyl, nachdem er seine Amtszeit als Provinzial in Ekuador beendet hatte. Seinem langen Aufenthalt in Ekuador verdankt er seine guten Spanischkenntnisse und das Wissen um die Alltagswirklichkeit in Lateinamerika. Mike wird eine Studien-Sabbatzeit nehmen, bevor er eine neue Aufgabe übernimmt.

 

Wir danken Peter und Mike für ihren Einsatz im Team und erbitten Gottes Segen für ihre zukünftigen Aufgaben. Von Januar 2011 an werden die Mitglieder des Teams im AJSC in Steyl sein: Aneta, Renato, Emmie und Peter Dusicka. Im Mai 2011 wird
Sr. Celestina Tangan von den Philippinen sich unserem Team anschließen.

 

4.  Lebendige SAT - das Feuer am Brennen halten

 

In unserem Bericht über Aktivitäten unseres Teams werden Sie sehen, dass das Team außer Exerzitien auch besondere Workshops gehalten hat, um in fünf Ländern neue Mitglieder der Spiritualitäts-Animations-Teams (SAT) auf Provinzebene vorzubereiten und alte wiederzubeleben. Die SAT können ein Hauptfaktor bei der geistlichen Animation in einer Provinz oder Region sein, wenn sie begeistert und kreativ wirken. Aber die Erfahrung zeigt, dass es für ein SAT nicht einfach ist, den ursprünglichen Eifer über lange Zeit aufrechtzuerhalten – Mitglieder erhalten andere Aufgaben, manche verlieren das Interesse, usw. Wie wenn man die Golden Gate Brücke malen möchte; es ist eine Arbeit, die ständige Aufmerksamkeit erfordert! Daher ist es eine der höchsten Prioritäten des AJSC Provinzen beim Aufbau von SAT zu unterstützen und ihnen zu helfen, auch weiterhin gut zu funktionieren, da sie die Bedürfnisse der Provinz auf dem Gebiet der geistlichen Animation erfüllen. Wie steht es mit dem Sat in Ihrer Provinz? Wenn Sie daran interessiert sind, ein SAT aufzubauen oder das Feuer Ihres SAT neu zu entfachen, geben Sie uns Bescheid, und wir können ein Programm ausarbeiten.

 

5.  Workshop für Leiter/innen von 30tägigen Exerzitien  -  Nachbereitung

 

Im Rundbrief Nr. 12 des AJSC berichteten wir über diesen Workshop. Bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Juli 2010 besprachen die beiden Generalräte unseren Bericht. Ihre Antwort war sehr positiv und ermutigend. So sehr, dass sie das  AJSC ersuchten “einen ähnlichen Workshop für die spanisch- bzw. portugiesischsprachigen Mitglieder in Betracht zu ziehen.”  Wir haben schon die ersten Schritte unternommen. Außerdem baten sie, dem nachzugehen, wie die Teilnehmer/innen die beim Workshop gemachten Erfahrungen in ihren Provinzen umgesetzt haben. Wir haben daher die Teilnehmer/innen befragt.  Alle Antworten gaben an, dass es eine sehr bereichernde persönliche Erfahrung war und fast alle sagten, dass sie Einzelexerzitien gegeben hatten, gewöhnlich mit anderen Mitgliedern des SAT zusammen.  Es waren meist kürzere Exerzitien (6-8 Tage), aber eine  beträchtliche Anzahl hat die ganze einmonatige Exerzitienreise gegeben (wie wir die 30tägigen Exerzitien nennen). Wir freuen uns über dieses positive Ergebnis. Sr. Christine Ediths Kommentar gibt den Tenor der Antworten wieder: “Ich  hatte Freude daran, mit den Exerzitanten den Weg zu gehen … weil das Feuer von Steyl noch in mir brannte.”

Wir ermutigen noch mehr Provinzen/Regionen ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu Einzelexerzitien anzubieten und ihnen besonders auch die Gelegenheit zu geben, 30tägige Exerzitien zu machen. Das SVD Handbuch für Obere unterstützt das (B4, 1.3).  Das Team des AJSC arbeitet gern dabei mit. Geben Sie uns Bescheid, dann können wir Absprachen treffen.

 

6.  Rückmeldungen über Programme des AJSC

 

Nach Beendigung der Programme geben uns viele Teilnehmerinnen mündliche Rückmeldungen. Zwei Teilnehmer auf Taiwan haben uns ausführlich geschrieben.  Wir geben hier eine gekürzte Version ihrer Kommentare wieder. Mike Somers führte einen Workshop für 17 SVD und SSpS und Exerzitien für 55 durch.  Der Workshop war für derzeitige und neue Mitglieder der SAT in Taiwan und Hong Kong gedacht und für Mitglieder in Leitungspositionen und in der Formation.

 

                                                                                     A.      Heimkehr    

                                                                                                                 Dominic SVD

 

Ich habe immer noch Erinnerungen an die AJSC -Exerzitien in Taiwan in mir, unvergessliche Tage zusammen mit 55 Brüdern und Schwestern der Steyler Ordensfamilie. Für mich war diese Erfahrung wie eine lang erwartete Heimkehr. Seit meinem Eintritt habe ich mich immer als einen Sohn der chinesischen Provinz betrachtet. Doch der Besuch auf Taiwan war mein erster im Zentrum meiner Provinz nach dreizehn Jahren in der Steyler Ordensfamilie! Wo immer ich hinkam wurde ich herzlich empfangen, überall wurde ich von den Menschen als dazu gehörig aufgenommen.

Aber man kommt nicht in erster Linie an einen Ort heim, sondern zu Menschen. Die AJST - Exerzitien waren genau in diesem Sinn eine Heimkehr für mich. Einer der verwegensten Träume meines Novizenmeisters war, dass die Töchter und Söhne Arnold Janssens nicht nur zusammen arbeiten sondern auch in einer Gemeinschaft zusammen leben sollten. Als ich noch Universitätsstudent und SVD-Aspirant in China war, war mein erster Eindruck, dass die SVD und SSpS eine wirkliche Familie gebildet zu haben schienen.  Obwohl nicht in einer Kommunität, unternahmen sie viele wichtigen Dinge miteinander: vom gemeinsamen Treffen von Entscheidungen bis zu liturgischen Feiern; vom Erfreuen an fröhlichen Partys bis zum Durchstehen herzzerreißender Zeiten von großem Verlust. Selbst für einen “Außenseiter” wie mich lebten sie eindeutig wie eine Familie.

Ich nahm daher an, dass  die SSpS und SVD überall in der Welt in derselben Weise lebten. Aber ich merkte allmählich, dass das nicht der Fall war. Ich lernte den Wert meiner ersten Erfahrung mit der Steyler Ordensfamilie schätzen. Bei diesen Exerzitien bekam ich die Gelegenheit, diese längst vergessene Heimat wieder zu besuchen. Ich konnte diese kostbaren Erinnerungen, die ich tief in meinem Herzen aufbewahrt hatte, wieder aufleben lassen. Wir beteten und hielten Anbetung miteinander; bereiteten die liturgischen Feiern vor, aßen mit einander und spülten ab, belagert von Jingshan-Moskitos. Wie kann man das anders nennen als ‘Familie’? Um es etwas poetisch zu sagen, die beiden Töchter Arnold Janssens spielten würdevoll auf dem Feld des Herrn!

Aber es war nicht nur für mich eine Heimkehr. Für andere bei den Exerzitien und beim Workshop war es eine Heimkehr zu unserer Gründergeneration, zu unserer ursprünglichen Berufung. Viele sagten, eine angemessene Würdigung des Gründers stehe noch aus. Arnold ist eher allgemein bekannt als hart arbeitender Deutscher mit einem eisernen Willen (oder Sturheit?) hinter einem strengen Gesicht. Wir wissen, er war ein Heiliger. Aber wir wissen nicht, wie wir diesen Mann lieben und schätzen können – unseren gemeinsamen Vater, der uns sammelte, um eine Familie zu bilden, während uns das bei Freinademetz, Maria Helena und Josefa leicht fällt.

Unter Mikes Leitung waren die Exerzitien wie ein nochmaliges Erleben von Arnolds Lebensgeschichte. Wir entdeckten tatsächlich oder erneut viele leuchtende Züge dieses Mannes: seine Liebe zum dreieinigen Gott, besonders zum Göttlichen Wort, sein vom Gebet geprägtes Leben, seine Fähigkeit, die Zeichen seiner Zeit zu deuten und seine zahlreichen innovativen Projekte. Ich war persönlich tief berührt von dem Wandel, der in ihm sein ganzes Leben lang vor sich ging, so sehr, dass sogar sein strenges Mathematikergesicht zum freundlich lächelnden Gesicht eines Großvaters wurde. “Die menschlichen Schwächen der Heiligen machen sie den Menschen verständlicher und zugänglicher.” Als Arnold diese Worte sagte, hat er sich sicher nicht vorstellen können, dass sie eines Tages auch auf ihn anwendbar sein könnten.

Heimkehren zur Spiritualität der Gründergeneration ist eigentlich eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens in jeder und jedem von uns; heimkehren zum heiligen Boden, wo wir Gott zum ersten Mal begegneten, wo wir vor langer Zeit Gottes Ruf hörten. Alle Exerzitien sollten so eine Heimkehr sein, die das verlorene Kind zum Vater zurückbringt, um angerührt und geliebt zu werden. Diese Zeit des Unterwegsseins war besonders darauf angelegt, es mit den Schwestern und Brüdern zu tun, in der Begleitung unserer Heiligen und unserer Gründerväter und -mütter.

 

                                                                       B.  Gelebte Erfahrung unserer Steyler Spiritualität  

                                                                                                                                              Leonora Sudhoff SSpS

 

Im Verlauf der Exerzitien erfuhren die Exerzitanten einige wunderbare Überraschungen. Das waren keine Exerzitien, bei denen man auf den Exerzitienmeister hört, wie er über Pläne und Ideale des Ordenslebens spricht. Nein, wir wurden mit der Persönlichkeit und dem Leben unseres Gründers, dem hl. Arnold konfrontiert, dem Leben und der Wandlung von P. Josef Freinademetz, und mit dem langen Weg unserer ersten Mütter bis zur Erfüllung ihrer Träume, und wir lernten sie auf eine Weise kennen, wie wir sie vorher nicht gekannt hatten.

Arnold war wirklich wie einer von uns, ein gewöhnlicher Mensch mit Schwächen und Grenzen. Für die meisten von uns werden solche Grenzen zu Hindernissen, nach Größerem zu streben, aber  “Arnold zeigte sich selbst als verletzlich, gab alle Abwehrmechanismen auf und setzte sich der Lächerlichkeit und dem Versagen aus, der Möglichkeit, des persönlichen Stolzes beraubt, verletzt, abgelehnt und missverstanden zu werden. Sein Kelch ist geleert.” (Handout)  Er war ein Mann des Gebetes und vertraute darauf, dass Gottes Kraft durch seine Schwächen wirkte. “Er entdeckte, dass sein unmöglicher Traum nur dann Wirklichkeit werden könnte, wenn er unerschütterlich vertraute und sich gänzlich der Hand Gottes überließ.”  Wir erkannten, welch unermüdlicher Arbeiter der Gründer war. Die Gründung von drei internationalen Kongregationen, die Errichtung so vieler Häuser und der Beginn so vieler Missionen mit großer Aufmerksamkeit auf die dazu gehörigen Einzelheiten, waren einfach erstaunlich.

Der Wandel, den P. Josef Freinademetz durchmachen musste, war auch eine  Überraschung für die Gruppe. Sein Bischof nannte ihn die Perle von Brixen, aber auch er musste lernen, dass das Leben in einer anderen Kultur Demut, Selbstverleugnung und das Sehen mit den Augen der Liebe erfordert. Josef stellte sich den Anforderungen und wurde ein Chinese für die Chinesen.

Das Teilen des Lebens war nicht auf unsere Gründergeneration beschränkt.
P. Mike sprach zu uns über sein Ringen als junger Missionar in Ekuador, und beim Austausch in Kleingruppen während des Workshops erzählten Priester und Schwestern ihre eigene Berufungsgeschichte.

Die Exerzitien handelten über Leben, das Leben unserer Gründergeneration und das Leben unter uns, hier und jetzt. Unsere letzten Generalkapitel haben zur Förderung von Solidarität und der Pflege lebenspendender Beziehungen aufgerufen. Jetzt waren wir hier, die Mitglieder von zwei internationalen Kongregationen, Männer und Frauen verschiedener Nationalitäten und aus unterschiedlichen Milieus stammend, die zusammen lebten im Geist gegenseitiger Achtung, Liebe und Annahme. In den Gesprächen während des Workshops wurde jeder und jede gehört, jeder Beitrag  geschätzt. In der Liturgie kam die Kreativität der Gruppe zum Ausdruck und ermutigte zu persönlichem Beitrag und Austausch.

Dieses Erlebnis führte zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung des Gründers und P. Freinademetz, obwohl die Schwestern vielleicht schon vorher vertraut waren mit Mutter Maria und Mutter Josefa. Es hat uns auch unser geistliches Erbe und unser Leben in internationalen und interkulturellen Gemeinschaften mehr schätzen gelehrt.  Sind sie nicht ein prophetisches Zeichen in unserer Zeit, da die Mobilität der Menschen stark zugenommen hat und Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen lernen müssen mit einander in Frieden zu leben, es aber leider oft nicht schaffen?

Die Exerzitien waren ein Erleben dieses Erbes, das wir von unserer Gründer-generation erhalten haben. Die Art und Weise,  wie SVD und SSpS mit einander lebten, beteten und arbeiteten wie eine Familie, ist etwas, woran sich nur wenige Kongregationen, wenn überhaupt welche, erfreuen können. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus über die Weite der Vision, die der hl. Arnold hatte, als er unsere Kongregationen gründetet, eine Vision, die im Lauf der Zeit an Bedeutung zunimmt. Die Herausforderung, die Würde jeder Person zu achten, wird größer je mehr wir erkennen, dass wir alle Einwohner eines Weltdorfes sind. Die Erfahrung dieser zwei Wochen machte uns dankbar für und wirklich stolz auf unsere Gründergeneration und unser geistliches Erbe.

 

7.  Einige Aktivitäten des AJSC - Teams

 

Unmittelbar nach der Planungssitzung im Juni reisten Aneta und Mike nach Ghana, wo sie drei Exerzitienkurse und einen Workshop zur Einführung (und Wiederbelebung) der SAT-Mitglieder gaben. Mike hatte ähnliche Workshops für SAT-Mitglieder in Japan und später in Hong Kong und auf Taiwan. Emmie und Peter Mc waren im Juli gleichermaßen beschäftigt im Fernen Osten. Der Optimismus unserer Schwestern und Mitbrüder angesichts der immer noch schwierigen Lage war beeindruckend und begeisternd. Aneta stimmte sich mit Sr. Judith (Rom) bei der Durchführung eines Seminars über Leitungsstil für die Euro-Versammlung der SSpS Provinz- und Regionalleiterinnen ab.

Emmie’s Erlebnis in England war ungewöhnlich. Was ursprünglich als Seminar für die Mitglieder der MHGG der englisch/irischen Region geplant war, entwickelte sich auf Vorschlag des Pfarrers zu Exerzitien für die Gemeinde. Die Exerzitien wurden so gut angenommen, dass die Leute den Pfarrer baten, nächstes Jahr ähnliche Exerzitien zu veranstalten. Die Menschen schätzten vor allem die Stille beim kontemplativen Gebet.

Das SSpS - Tertiat in Steyl war für 22 spanisch-portugiesisch Sprechende, daher leiteten Emmie und Renato den Spiritualitätsteil. Im Juli und August begleitete Renato die 30tägigen Exerzitien für die SVD-Novizen in Brasilien und half gleichzeitig dabei, seinen Nachfolger in sein Amt als Novizenmeister einzuführen. Nach einer zweijährigen Pause, die durch die Umbauten in Nemi entstanden war, verbrachte das erste SVD-Tertiat erst drei Wochen in Steyl, bevor es nach Nemi zog. Es waren 26 SVD und ein Diözesanpriester von Malaysia. Renato und Peter Dusicka, die noch in der Phase des Eingewöhnens in Steyl sind, lernten im September und Oktober eifrig Deutsch. Mike beendete seinen Einsatz als Mitglied des Teams des AJSC mit einer Serie von Exerzitien und Vorträgen in sechs Konventen der Anbetungsschwestern auf den Philippinen.

 

8.     Nachrichten aus den Provinzen

 

Für die ganze Welt …             Unsere Internet-Kapelle

 

Am 1. Januar wurde die Messe in der Kirche St. Michael in Steyl weltweit über Deutschland Radio und Deutsche Welle, dem deutschen Auslandsradioprogramm, übertragen. Viele Mitbrüder und Schwestern in mehreren Ländern konnten die Übertragung hören. Am Ende der Messe eröffnete der Rektor, Manfred Krause, auch feierlich unsere Steyler Internet-Kapelle. Das Ziel ist, eine weltweite Gebetsgemeinschaft aufzubauen, bei der die Menschen ihre Intentionen einbringen können und auch für die Intentionen der anderen beten. P. Krause erläuterte:

Der hl. Arnold Janssen war ein Pionier der modernen Medien. „Wer da sucht, etwas Gutes zu verbreiten", meinte er, „der muss auf seine Mitmenschen einwirken. Und er muss sich hierbei eben jener Mittel bedienen, welche die Zeitumstände als angemessen erscheinen lassen." Wir wollen in diesem Sinn das Internet einsetzen, um Menschen in aller Welt einzuladen, mit uns eine Gebetsgemeinschaft zu bilden. So wollen wir nun unsere Internet-Kapelle einweihen, welche die Möglichkeit bietet, virtuell eine Kerze anzuzünden und ein Anliegen zu senden, für das wir hier in Steyl in besonderer Weise beten.

Sie können in unsere Internet-Kapelle kommen über die Adressen:

            www.onlinechapel-steyl.de       oder     www.onlinekapelle.de

oder über die Homepage unseres Hauses St. Michael-:  www.steyl.eu

 

Gregory Arockiam SVD, nationaler Koordinator der AJS in Indien, berichtet von mehreren Exerzitien und Einkehrtagen im Sinn unserer Spiritualität, die von dem Team gehalten wurden. Es gab Exerzitien für 69 SVD-Seminaristen auf der Grundlage unserer Gründergeneration und unserer Spiritualität als missionarische Ordenschristen. Drei Teammitglieder hatten am Workshop in Steyl teilgenommen. Mit Gregory gaben sie 30tägige Exerzitien für SSpS in der Vorbereitung auf die ewigen Gelübde und setzten dabei die Module ein, die sie während des Workshops erarbeitet hatten. Das Nationale AJ - Sekretariat in Pune hilft dabei weiterhin, indem es seine Ressourcen zur Verfügung stellt. Gregorys E-Mail-Adresse: gregarockiam@yahoo.com

 

9.  Kontakte

 

Sie können das Material, das Sie im öffentlichen Teil der SVD-Webseite im AJSC Folder finden, lesen und herunterladen: http://www.svdcuria.org   Klicken Sie auf  Site Map/ Mapa del sitio, dann klicken Sie auf  AJSC–CEAJ.  Die Schwestern haben Zugang zum selben Material, wenn sie auf die SSpS - Webseite www.worldssps.org  gehen und dann Other Links anklicken, danach  AJSC.

 

Falls Sie Material haben (Artikel oder Programm-Module), das bei der Arbeit im Bereich Spiritualität hilfreich sein könnte, bitte, schicken Sie es uns, und wir können es dann ins Internet stellen, so dass es auch anderen zugänglich wird. Schicken Sie derartiges Material und auch andere Nachrichten aus Ihrer Provinz im Bereich Spiritualität an die folgende Adresse: ajscsteyl@gmail.com

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

Mit den besten Wünschen für Ihre Arbeit,

 

 

Aneta,  Emmie,  Renato,  Peter McH.,  Mike  und Peter D.

                                                                                                                 

Der Rundbrief des AJSC erscheint in fünf Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Indonesisch