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TOGO

Aufruf des Generalates zum Gebet

Im Vorfeld der Präsidentenwahl, die für Sonntag den 24.4.2005 vorgesehen ist, geschehen Aufstände, Bedrohungen und Verbrechen

Rom, Generalat, am 22. April 2005.

Mit dieser Information möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf die gewaltsamen Demonstrationen (Aufstände, Bedrohungen und Verbrechen, etc.) richten, die während der letzten Tag ein Togo geschehen. Der Hauptgrund dafür ist der chaotische Wahlkampf. Trotz verschiedenster Forderungen – von Seiten der Opposition, der christlichen Kirchen (inklusive der katholischen), der Organisation der Rechtsanwälte, etc. – die Wahlen aufzuschieben, hat heute der Übergangspräsident in Togo, Abass Bonfoh, erklärt, die Wahlen werden am vorgesehenen Termin stattfinden.

Schon öfter haben unsere Mitbrüder verlässliche Informationen über die politische Situation im Togo an das Generalat geschickt. Sie informierten über gewaltsame Zusammenstöße zwischen Gefolgsleuten der Opposition und der vorigen Regierung, es gab viele Verletzte und auch Tote. In den letzten Wochen hat sich die Situation noch verschlechtert, Unschuldige – sogar Kinder – waren von Gewalttaten betroffen, nur weil sie z.B. ein orangefarbenes T-Shirt trugen, also in der Farbe der Opposition. Dabei handelt es sich manchmal um Schuluniformen, die lang vor den Wahlen und dieser Farbenwahl der Opposition eingeführt wurden. Diese Gewalt gegen Schulkinder ist gänzlich unberechtigt und entschieden zu verurteilen.

In diesem Umfeld der sozio-politischen Unsicherheit erreichte uns im Generalat auch die Nachricht, dass drei Mitbrüder, die in Lomé arbeiten, Morddrohungen erhielten, weil sie sich für eine gerechte und transparente Präsidentenwahl einsetzen. Und wir wurden auch darüber informiert, dass eine Steyler Schwester von Demonstranten beschimpft wurde. Bevor sie sich zurückziehen konnte, wurde ihr Auto beschädigt.

Das Generalat versucht, die Mitbrüder in Togo zu ermutigen und lädt alle Mitbrüder ein, dafür zu beten, dass das Togolesische Volk bald wieder in Frieden und Gerechtigkeit leben kann. Wir haben uns auch an die UNO gewandt, damit sie den Ernst der Lage in Togo erkennen und rasch und wirksam Maßnahmen trifft die helfen, diese nationale Krise zu überwinden.

Br. Alfonso J. Berger SVD
22.4.2005