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LA SITUATION À KINSHASA

Vendredi 23 mars 2007 12:33

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vec la mondialisation le monde devient de plus en plus un village. Les informations circulent et se communiquent avec une vitesse vertigineuse. C'est pourquoi, je suis persuadé que beaucoup de confrères ont suivi avec beaucoup d'attention ce qui se passe ici à Kinshasa. J'espère que vous ne serez pas déçu de la pauvreté du contenu de ce message que je vais vous donner. D'abord, à la maison provinciale nous étions sans courant depuis hier soir. Ensuite, ce matin quand le courant est revenu, les chaînes nationales ont montré autres choses que la situation qui se passe à Kinshasa. Enfin, nous avons essayé de regarder TV5 et EuroNews qui n'ont rien présenté sur le Congo. Du moins Digital Congo, une chaîne proche du pouvoir faisait passer ce message «l'armée régulière a la situation en main, J.P Mbemba (IGWE) s'est réfugié à l'Ambassade de l'Afrique du Sud avec son épouse. Il demande de négocier avec le Président. Les soldats de J.P Bemba ont pillé les magasins en ville, ils ont été poursuivis vers poids lourd (l'une de grandes routes à Kinshasa). Nous demandons à la population de ne pas aller à la Gombe, le temps de finir toutes les opérations». C'est l'essentiel du message que j'ai pu retenir et que je rapporte sans reproduire mot à mot ce qui était écrit comme je n'avais pas un bic avec moi.

Ce matin, un confrère m'a téléphoné pour me dire qu'il venait de recevoir un coup de téléphone venant de l'une des ambassades l'informant qu' «une partie du bâtiment du Consulat de l'Espagne a été touchée. Le Gouvernement Congolais avait fait venir les soldats Angolais pour venir prêter la main forte à l'armée congolaise».

Il serait peut être mieux que je vous dise ce que nous même nous avons vécu. C'était hier jeudi 22 mars 2007, vers 12h30, que nous avons entendu des tirs en armes lourdes venant du côté de la Gombe (le centre ville). En effet, le bruit circulait depuis un certain temps concernant le brassage de l'armée congolaise. Nous avons compris que l'opération a commencée. Les tirs ont continué tout l'après midi, les gens ont fui les marchés à pieds. A la maison provinciale nous avons demandé aux travailleurs de se rendre chez eux. Je me suis renseigné sur chaque confrère et chacun était soit dans sa communauté soit à un endroit où il n y avait pas de danger. La nuit était relativement calme, mais à partir du 4h00 du matin, les tirs ont repris de plus bel. Dans une telle situation, je ne saurais pas connaître plus. Même pendant que je vous écris, j'entends les coups des tirs en armes lourdes. Je reçois également des coups de fils me donnant d'autres informations, mais ce n'est pas encore vérifié, la prudence nous oblige de donner le temps au temps. Gardez-nous dans vos prières.

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Freitag, 23. März 2007 14:14

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ier erzählt man sich, dass Wegener Josef gestorben ist - stimmt das? Gibt es einen Nachruf? Ich sitze hier am Provinzialat - heute konnte ich zum Studio. Seit 4 Uhr früh wird geballert, zunächst in der Stadt und dann immer mehr hier herum, dann wurde es wieder ruhiger, aber sporadisch knallt es recht oder links, oben oder unten. Na ja, das scheint so das letzte Aufbäumen von Jean Pierre gewesen zu sein. Gestern um 14 Uhr war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Um den Boulevard Lumumba zu überqueren brauchte ich gute zehn Minuten. In der Stadt wurde geschossen und die Leute gingen zu Fuss nach Hause. Während der ganzen Zeit hat mich keiner angepöbelt und keiner scheint sich die Sache von Bemba zu eigen gemacht zu haben. Einer meinte: Sikoyo biso nionso tokomi ba-pygmées. Was immer das heißen soll. In der Stadt (Gombe) wurde geplündert. Eher ist Armée und Polizei im Einsatz, um die Bemba-Soldaten zu vertreiben und die Gefolgsleute am Plündern zu hindern. Fernsehen und Telefon funktionieren und wir sind alle gut unterrichtet, wie es den anderen geht, die wie wir alle zu Hause geblieben sind. Sylvestre, unser neuer polnischer Mitbruder aus St. Augustin erlebt gerade seine "Feuer-Taufe". Er ist in guter Gesellschaft bei Etienne, Josef Wienke und Horst Petry, alle bekannt für die besondere Gabe des Trostes = Trostspendens.

Jetzt gerade ging ein Schuss direkt vor unserer Mauer los. Ich vermute, es geht darum die versteckten Bemba Soldaten, aufzuscheuchen. Am Fernsehen wurde das Innere seines Hauses gezeigt: rammelvoll mit Munition und mit Uniformen aller Art - Armee, Polizei....

Lasst es Euch gut gehen mit einem Gedanken an uns -

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FREITAG 23/3/07:20.10 Uhr

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Soeben entdeckte ich Deinen Bericht über die gestrige Lage hier in Kin.

Da ich heute an meinen Bruder eine E-Mail geschickt habe, will ich nur eben einige Zeilen daraus kopieren und an Dich weiterleiten.

„ …Eigentlich halte ich für diese Zeit einen Termin in der deutschen Botschaft. Der ist aber ins Wasser gefallen. Ich weiß nicht, ob Ihr in den Medien mitbekommen habt, dass seit gestern in Kinshasa wieder geschossen wird. Vor allem das Viertel, in dem sich die Botschaft befindet, ist von den Unruhen betroffen. So wäre es nicht nur unverantwortlich gewesen, sondern wahrscheinlich auch unmöglich, Überhaupt dorthin zu gelangen. Worum geht es bei diesen Auseinandersetzungen? Jean-Pierre Bemba, der in die Stichwahl mit Kabila gekommen war, als es um den Präsidentschaftsposten ging, hat aus seiner Rebellenzeit und der Zeit, in der er Vizepräsident war, immer noch seine eigenen Soldaten. Die Regierung hat ihn aufgefordert, auf diese Soldaten zu verzichten und sie in die Nationalarmee zu integrieren, was letzterer verweigert hat. So ist die Regierung seil gestern mit Gewalt gegen ihn vorgegangen, und es kam zu schweren Kämpfen. Offizielle Nachrichten haben wir nicht, aber es scheint, dass es Tote und Verletzte gab. Zwei Schulen, die sich in dem besagten Viertel befinden, haben ihre Schüler gestern wegen der bewaffneten Auseinandersetzungen über Nacht zurückgehalten, um sie keiner Gefahr auszusetzen. Auch andere Leute, so einer unserer Nachbarn, den ich sehr gut kenne, konnten das genannte Viertel gestern nicht verlassen.

Heute morgen um 5.00 Uhr hörte ich schwere Geschosse aus dem Stadtzentrum, und ein anderer Nachbar sagte mir, dass die ganze Nacht über geschossen und gekämpft worden sei. Auch während der Messe, zu der heute wesentlich weniger Leute kamen als sonst, wurde geschossen. Danach hörte es aber allmählich auf. Unser Nachbar sagte mir, dass die Regierungstruppen die Lage im Griff hätten. Es scheint, dass die Soldaten von Bemba geflohen sind und von den Regierungssoldaten verfolgt und gesucht werden. Allerdings hörte ich hier ganz in der Nähe öfter Gewehrschüsse. Es scheint, dass die Soldaten Gruppen von Leuten, die zusammenstanden, auseinander trieb. Natürlich wurde nicht auf die Leute geschossen. Bemba selbst soll in der südafrikanischen Botschaft Zuflucht gesucht haben.

Unsere Hausangestellten kamen zwar heute morgen zur Arbeit, aber sonst läuft praktisch nichts. Selbst der Pfarrsekretär, der ganz in der Nähe wohnt kam mit mehr als einer Stunde Verspätung. Er traute sich nicht früher auf die Strasse. Es kamen nur sehr wenige Schüler in die Schule, so dass ein normaler Unterricht nicht funktionieren konnte und die Schüler nach Hause geschickt werden in mussten.

Ich bin nach dem Frühstück in die Pfarrei gegangen. Während an anderen. Tagen immer viel Betrieb ist, haben sich heute nur sehr wenige Leute dorthin verlaufen ......

Ich hatte diesen Brief vor dem Mittagessen begonnen und dann unterbrochen. Inzwischen ist es fast 15. 00 Uhr. Bis auf gelegentlich Gewehrschüsse ist es weiterhin ruhig. Die Strassen sind fast wie leergefegt. Soeben konnte ich durchs Fenster beobachten, wie ein PKW, der sich auf die Strasse gewagt hatte, von Soldaten, die sich an unserer Hausecke postiert haben, gestoppt wurde. Alle InsassInnen mussten aussteigen und wurden kontrolliert und auf eventuelle Waffen untersucht. Wir hoffen hier alle (zumindest die meisten), dass damit das Problem der Bemba-eigenen Soldaten endlich gelöst ist."

Soweit aus dem Brief an meinen Bruder. Am Nachmittag war ich wieder in der Pfarrei. Zum Kreuzweg kamen die Leute, wenn auch etwas weniger zahlreich als sonst, aber danach sahen alle zu, dass sie wieder schnell nach Hause kamen. Der Kirchplatz und die Pfarrsäle, die am Freitagabend immer stark bevölkert sind, waren praktisch leer. Von mehr als 5 Paaren, die sich auf die Heirat vorbereiten, kam nur der Mann, der sie unterrichten sollte und eine Frau. Der lateinisch/französische Choral, der praktisch nie eine Übung ausfallen lässt, hat auch die Flinte ins Korn geworfen. So weit geht die Liebe zum gregorianischen Choral nun auch wieder nicht. Hier ums Haus herum wird weiterhin geschossen, um nicht zu sagen geballert!

Schon jetzt wünsche ich Dir, Frau Gross und der ganzen Mafia ein gesegnetes Osterfest! Es grüsst vielmals.

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