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Heiliger Arnold Janssen


 

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15. Januar

 Hochfest

HEILIGER ARNOLD JANSSEN,
Priester, Ordensgründer

ERÖFFNUNGSVERS

(Apg 1, 8)

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,
der auf euch herabkommen wird,
und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde.

GLORIA

TAGESGEBET

Allmächtiger Gott,
durch dein menschgewordenes Wort
schenkst du den Menschen die Versöhnung;
gib auf die Fürsprache des heiligen Priesters Arnold,
dass alle Völker durch das Licht des Wortes
und den Geist der Gnade
befreit werden von der Finsternis der Sünde
und so den Weg zum Heil finden.
Darum unseren Herrn Jesus Christus.

ERSTE LESUNG

(Jes 2, 1-5)

Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

Lesung aus dem Buch Jesája.

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.
Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt. Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem.
Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

ANTWORTPSALM

(Ps 96 (95), 1-2a.2b-3.7-8a.9-10a)

Kündet allen Völkern die Herrlichkeit des Herrn.

oder Mt 28,19

Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.

Singt dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen! — ℟

Verkündet sein Heil von Tag zu Tag!
Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern! — ℟

Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker,
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens. — ℟

In heiligem Schmuck werft euch nieder vor dem Herrn,
erbebt vor ihm, alle Länder der Erde!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König! — ℟

ZWEITE LESUNG

(Eph 3,8-12.14-19)

Den Heiden als Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkünden

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser.

Brüder!
Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade geschenkt: Ich soll den Heiden als Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkünden und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist, das von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war.
So sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfältigen Weisheit Gottes, nach seinem ewigen Plan, den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat.
In ihm haben wir den freien Zugang durch das Vertrauen, das der Glaube an ihn schenkt.
Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt.
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen.
In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt.
So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.

RUF VOR DEM EVANGELIUM

(vgl. 1 Tim 3, 16)

Halleluja. Halleluja.
Christus, Göttliches Wort,
den Völkern verkündet. Ehre sei dir in Ewigkeit.

Halleluja. Halleluja.

EVANGELIUM

(Joh l, 1-5.9-14. 16-18)

Allen, die an seinen Namen glauben, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden,
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht erfasst.

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet,
kam in die Welt.
Er war in der Welt,
und die Welt ist durch ihn geworden.
aber die Welt erkannte ihn nicht.

Er kam in sein Eigentum,
aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen,
gab er Macht, Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut,
nicht aus dem Willen des Fleisches,
nicht aus dem Willen des Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.

Und das Wort ist Fleisch geworden,
und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen,
Gnade über Gnade.

Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen.
Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
er hat Kunde gebracht.

CREDO

GABENGEBET

Herr, unser Gott,
wir legen die Gaben auf Deinen Altar:
erfülle sie mit deinem Heiligen Geist,
dem der heilige Arnold
mit ganzer Hingabe diente.
Darum Christus, unseren Herrn.

PRAFÄTION

Zeuge des Wortes Gottes und der Sendung der Kirche

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir,
Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
am Fest des heiligen Arnold zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Er war ein Hirte nach deinem Herzen
und ein Diener deines Wortes.

In seinem unerschütterlichen Glauben ist er uns
ein leuchtendes Vorbild auf den Wegen des Lebens;
in seiner Liebe zeigst du uns,
wie die Frohe Botschaft Menschen
verschiedener Rassen,
Kulturen und Nationen zusammenführt.

Gedrängt von deinem Geist,
sandte er Missionare in die ganze Welt,
um die Sendung der Kirche zu vollenden:
den Völkern der Erde den unergründlichen Reichtum Christi
und ihre Teilhabe am ewigen Heil zu verkünden.

Darum loben die Engel deine Herrlichkeit,
die Thronen und Mächte beten dich an.
Mit ihrem Lobgesang laß auch unsere Stimmen
sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen.

Heilig, heilig, heilig…

KOMMUNIONVERS

Joh 17,4. 6a

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht
und das Werk zu Ende geführt,
das du mir aufgetragen hast.
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.

Oder:

Joh 1, 14

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.

SCLUSSGEBET

Herr,
das Sakrament, das wir empfangen haben,
bringe in uns reiche Frucht;
hilf uns, nach dem Wort und Beispiel
des heiligen Arnold zu leben
und Jesus, das fleischgewordene Wort,
aus ganzem Herzen zu lieben, der mit dir
lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung genehmigte Übersetzung des lateinischen Originaltextes am 5 Januar 2007. Franciscus Card. Arinze, Präfekt.

 

STUNDENGEBET

15. Januar

Hochfest

HEILIGER ARNOLD JANSSEN,
Priester, Ordensgründer

Der Heiliger Arnold Janssen wurde 1837 zu Goch am Niederrhein (Deutschland) geboren. Zum Priester in der Diözese Münster geweiht, eiferte er für die Verbreitung des Gebetsapostolates. Ein Herzensanliegen war ihm die Wiedervereinigung der Christen und die Verkündigung der Frohbotschaft unter den nichtchristlichen Völkern. Im Jahre 1875 gründete er in Steyl (Holland) die Gesellschaft des Göttlichen Wortes. Er war von der Wichtigkeit der Präsenz von Frauen im Missionswerk überzeugt und gründete zwei Schwesternkongregationen: die Missionskongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes (1889); die Kongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes von der ewigen Anbetung (1896). Er starb am 15. Januar 1909.

Commune, Hirten der Kirche oder heilige Männer (Ordensleute).

ERSTE   VESPER

Psalmodia - P S A L M O D I E

Ant. l Es ist ein wahrhaft göttliches
Werk, zusammen mit Gott für das Heil
der Menschen zu arbeiten.

Psalmen und Canticum aus den Commune-Texten für Hirten der Kirche

Ant. 2 Gottes Wort breite sich aus und werde verherrlicht und das Reich Gottes werde überall verkündet und errichtet.

Ant. 3 Das menschgewordene göttliche Wort belebe uns mit seinem Geiste.

K U R Z L E S U N G

1Tim 2, 4-6

Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle.

RESPONSORIUM

Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit: * Es ist das Wort des Evangeliums, das euch verkündet worden ist.

Entsprechend der Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. * Es ist das Wort des Evangeliums, das euch verkündet worden ist.

Ehre sei dem Vater.

MAGNIFICAT

ANT: Ruhm und Ehre in Ewigkeit sei dem Vater, und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

FÜRBITTEN

O Göttliches Wort, du bist um unsertwillen Mensch geworden. Auf die Fürbitte des heiligen Arnold rufen wir zu Dir und bitten Dich:

Dein Reich komme!

Herr Jesus Christus, breite deine Kirche bis ans Ende der Erde aus;
damit sie die Menschen aus allen Sprachen und Nationen umfasst.

Du Sehnsucht der Völker, verbreite dein Evangelium in den Gegenden, welche das Wort des Lebens noch nicht kennen;
ziehe alle Menschen an dich.

Erlöser der Welt, du hast von Anfang an Arbeiter für deine Ernte gerufen;
Schenke unseren Missionsgesellschaften Männer und Frauen, die deine Frohbotschaft verkünden.

Herr Jesus Christus, du bist gekommen, damit alle eins sind;
Gib, dass alle Getauften sich gegenseitig hochschätzen und einander lieben.

König aller Herzen, du willst alle Menschen mit dir in deiner Herrlichkeit vereinen;
versammle alle Verstorbenen, damit sie das Licht deines Angesichts schauen.

Vater unser.

Oratio

Allmächtiger Gott,
durch dein menschgewordenes Wort
schenkst du den Menschen die Versöhnung;
gib auf die Fürsprache des heiligen Priesters Arnold,
dass alle Völker durch das Licht des Wortes
und den Geist der Gnade
befreit werden von der Finsternis der Sünde
und so den Weg zum Heil finden.
Durch unseren Herrn Jesus Christus.


L E S E H O R E

ERSTE LESUNG

Röm 10,9-18

Aus dem Brief des Heiligen Apostels Paulus an die Römer

Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden

Wenn du mit deinem Mund bekennst:
"Jesus ist der Herr"
und in deinem Herzen glaubst:
"Gott hat ihn von den Toten erweckt",
so wirst du gerettet werden.
Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt,
wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.
Denn die Schrift sagt:
Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.
Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen.
Alle haben denselben Herrn:
aus seinem Reichtum
beschenkt er alle, die ihn anrufen.
Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft,
wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen,
an den sie nicht glauben?
Wie sollen sie an den glauben,
von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen,
wenn er nicht gesandt ist?
Darum heißt es in der Schrift:
Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!
Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden.
Denn Jesaja sagt:
Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?
So gründet der Glaube in der Botschaft,
die Botschaft im Wort Christi.
Aber, so frage ich,
haben sie die Boten etwa nicht gehört?
Doch, sie haben sie gehört;
denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören
und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

RESPONSORIUM

Vgl. Jes 52, 7; Röm 10, 8

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, * eine Botschaft, die Freude bringt und Rettung verheißt.

Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Munde und in deinem Herzen, * eine Botschaft, die Freude bringt und Rettung verheißt.

ZWEITE LESUNG

Aus den Schriften des heiligen Priesters Arnold Janssen.
(De fine et institutione Societatis Verbi Divini, VERBUM 8, 1966, 405-409)

Die Missionstätigkeit hat ihren Ursprung in der Sendung des Sohnes
und des Heiligen Geistes

Den Namen "Göttliches Wort", wie er im Titel unserer Gesellschaft steht, verstehen wir zunächst vom Wort des Vaters, dem göttlichen Sohn, sodann vom Wort des Sohnes, der Frohbotschaft Christi. Daher sind wir berufen zur besonderen Verehrung des ewigen Sohnes. Hierbei sollen die Mitbrüder häufig erwägen: Jesus Christus, der Sohn des ewigen Vaters, ist unser Bruder und unsere Speise geworden. So lehrte er uns Liebe und Demut. In ihm sehen wir den ersten und erhabensten Apostel, Priester und Seelenhirten; er ist Lamm und Löwe, Knecht und doch Sohn des Vaters. Ein Wanderer auf Erden, lehrt, mahnt und heilt er die Menschen und öffnet ihnen durch seine Lehre und sein Kreuz den Weg des Heiles. Mögen die Mitbrüder immer wieder sein heiliges Leben betrachten und so in das Heiligtum seines Herzens eindringen. Seine Tugenden, die in seinem irdischen, eucharistischen und mystischen Leben aufstrahlen, sollen sie bewundern und anbeten und, so gut sie es vermögen, nachahmen.
Unter den wunderbaren Werken, die Christus vollbracht hat, ragen drei hervor: die Erlösung der Welt, die Gründung der Kirche, die Sendung des Geistes. Der Geist aber vollendet das Werk Christi. Er macht nämlich die Kirche lebendig durch das Lehramt der Wahrheit, Weisungen für das Leben und die Sakramente des Heiles. Die Menschen reinigt er von ihren Sünden und macht sie gottförmig. Er ist der große Vater der Liebe. In ihm liebt Gott sich selbst und die Welt. Durch ihn ist die Liebe Gottes ausgegossen in unsere Herzen. Der Vater und der Sohn wollten ihn uns als Zeugen ihrer Liebe schicken. Ihn wollen auch wir in Jesus und mit Jesus und seinem Vater lieben. Unsere Liebe zeigen wir am besten darin, dass wir uns bemühen, in seiner Hand wie Werkzeuge zu sein, die zu allem bereit sind. Dazu gehört nicht nur eifrige Arbeit sondern auch, dass wir besonnen, gerecht und heilig leben und seiner Gnade in allem gehorchen.
Wenn wir auch der zweiten und dritten Person in der Gottheit eine besondere Verehrung erweisen, so dürfen wir deshalb weder die erste Person noch das Geheimnis der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit vernachlässigen; ist doch der Vater der Liebesursprung der beiden anderen Personen und der beste und liebenswürdigste aller Väter. Ihn müssen wir anbeten, lieben und verehren, sein Reich der Liebe verbreiten und über die ganze Erde hin die Zah1 seiner Kinder zu vermehren suchen.
Dabei bleibt es immer die Heiligste Dreifaltigkeit selbst, die wir mit Herz, Wort und Tat verehren müssen; mit dem Herzen: durch unsere Liebe und Hingabe; mit dem Wort: durch unsere innigen Gebete und Predigten; mit der Tat: durch alle guten Werke, die wir zu Gottes Ehre verrichten. Unter den Werken sind uns vor allem die geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit lieb und teuer, da sie uns der Herr besonders empfohlen hat. Die Menschen sind Abbilder Gottes, Brüder Christi und Tempel des Heiligen Geistes. Wie Gott sie aus der Fülle seiner Liebe umsorgt, ihre Fehler erträgt und zu bessern sucht, so wollen auch wir sie tatkräftig lieben. Das soll unsere goldene Regel sein, ob wir nun den Glauben verbreiten oder die brüderliche Liebe pflegen.
Bei der Verbreitung des Wortes Gottes aber müssen wir dahin wirken, dass der katholische Glaube und die christlichen Tugenden gefördert werden und die Macht der Sünde, soweit wir es vermögen, gebrochen wird. Soweit es an uns liegt, wollen wir für unsere missionarische Tätigkeit jene Länder wählen, in denen die reichste Frucht erwartet werden kann oder in die uns die göttliche Vorsehung zu rufen scheint. Vorzüglich gelte unsere Arbeit der Bekehrung der Heiden, der Irrgläubigen und Ungläubigen; dies soll der erste Zweck unserer Gesellschaft sein und bleiben, soweit die göttliche Vorsehung es gestatten will. Aber bei all dem soll uns die Bekehrung der Heiden am meisten am Herzen liegen. Daher müssen wir mit großem Eifer arbeiten, dass sie sich bekehren und den Vater erkennen so wie Jesus Christus und den Heiligen Geist, die er gesandt hat.

RESPONSORIUM

(Joh 14, 15; Apg 1,8; Joh 16, 13)

Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, * und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde.

Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in die ganze Wahrheit führen, * und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde.

Te Deum

Oration wie in den Laudes.


LAUDES

Ant. 1 Er ist das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt.

Psalmen und Canticum vom Sonntag der 1. Woche.

Ant. 2 Die Verkündigung des Evangeliums ist das erste und höchste Werk der Nächstenliebe.

Ant. 3 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

K U R Z L E S U N G

(1 Joh, 1-3)

Was von Anfang an war,
was wir gehört haben,
was wir mit unseren Augen gesehen,
was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben,
das verkünden wir:
das Wort des Lebens.
Denn das Leben wurde offenbart;
wir haben gesehen und bezeugen
und verkünden euch das ewige Leben,
das beim Vater war und uns offenbart wurde.
Was wir gesehen und gehört haben,
das verkünden wir auch euch,
damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt.
Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater
und mit seinem Sohn Jesus Christus.

R E S P O N S O R I U M

(Joh 1, 14)

Und das Wort ist Fleisch geworden * und hat unter uns gewohnt. — 

Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, denn er kam in die Welt. * Und hat unter uns gewohnt.

Ehre sei dem Vater . — 

B E N E D I C T U S

ANT. Vor dem Lichte des Wortes und dem Geiste der Gnade weiche die Finsternis der Sünde und die Nacht des Unglaubens; und das Herz Jesu lebe in den Herzen der Menschen.

FÜRBITTEN

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit die Welt durch ihn gerettet werde. Im Vertrauen auf die Liebe Gottes lasst uns beten: Herr, rette dein Volk!

Wort des Vaters, du bist Fleisch geworden und hast unter uns gewohnt;
lass uns Dein Angesicht in den Menschen jeder Sprache, Kultur und Nation erkennen.

Jesus, Erlöser der Welt, Du bist gekommen, nicht um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten;
gib, dass alle Menschen Gottes große Liebe erkennen.

Jesus, Du hast mit der samaritanischen Frau am Brunnen gesprochen;
lass uns immer bereit sein zum Dialog mit den andern.

Jesus, Du hast Deine Jünger in die ganze Welt gesandt, damit sie das Evangelium verkünden;
erfülle uns mit missionarischem Eifer, damit wir allzeit bereit sind, das Evangelium zu verkünden.

Jesus, Du bist gekommen, um die zerstreuten Kinder Gottes zur Einheit zusammenzuführen;
gib, dass alle Menschen Leben haben und es in Fülle haben.

Vater unser.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott,
durch dein menschgewordenes Wort
schenkst du den Menschen die Versöhnung;
gib auf die Fürsprache des heiligen Priesters Arnold,
dass alle Völker durch das Licht des Wortes
und den Geist der Gnade
befreit werden von der Finsternis der Sünde
und so den Weg zum Heil finden.
Durch unseren Herrn Jesus Christus.


TERZ - SEXT - NON

Ergänzungspsalmodie. Wenn das Hochfest jedoch auf einen Sonntag fällt, nimmt man die Psalmen vom Sonntag der 1. Woche.

Zur Terz

Ant. Der Geist der Wahrheit wird Zeugnis geben von mir, und auch ihr werdet Zeugnis geben.

K U R Z L E S U N G

(Ez 36, 26-27)

Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt
und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.

Ein Leib und ein Geist.

Wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist.

Zur Sext

Ant. Wer festhält am Worte Christi, in dem ist die Liebe vollendet.

K U R Z L E S U N G

Vgl. Eph 3, 3.5-7

Durch eine Offenbarung
wurde mir das Geheimnis Christi mitgeteilt,
wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart wurde:
dass nämlich die Heiden Miterben sind,
zu demselben Leib gehören
und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.
Ihm diene ich dank der Gnade, die mir durch Gottes mächtiges Wirken geschenkt wurde.

Gehet in alle Welt.
Und verkündet das Evangelium.

Zur Non

Ant. Wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.

K U R Z L E S U N G

1 Tim 3, 13

Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

Wenn nicht der Herr das Haus baut.

Müht sich jeder umsonst, der daran baut.

Oration wie in den Laudes.


ZWEITE   VESPER

Ant. 1 Wenn wir auf Gott vertrauen und tun, was in unseren Kräften liegt, lässt Gott uns nicht im Stich.

Psalmen und Canticum aus den Commune-Texten für Hirten der Kirche oder für heilige Männer (Ordensleute).

Ant. 2 Er ist der treue und kluge Knecht, dem der Herr die Sorge für sein Haus anvertraut hat.

Ant. 3 Wenn einer mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

K U R Z L E S U N G

Röm 5, 3-5

Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

R E S P O N S O R I U M

Ihr werdet gestärkt werden, * wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird.

Und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde. * Wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird.

Ehre sei dem Vater.

M A G N I F I C A T

A N T . Erkannt, geliebt und verherrlicht werde der eine und dreifaltige Gott: die Macht des Vaters, die Weisheit des Sohnes und die Liebe des Heiligen Geistes.

F Ü R B I T T E N

Im Vertrauen auf die Fürsprache des heiligen Arnold richten wir unsere Bitten an den einen und dreifaltigen Gott und beten: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Barmherziger und gnädiger Gott, Du sorgst ohne Unterlass für alle Deine Geschöpfe;
schenke Deine Liebe allen, die nicht geliebt werden, die verlassen und an den Rand gedrängt sind.

Jesus, menschgewordener Gottessohn, Du bist am Kreuz gestorben, um uns zu erlösen;
erfülle alle Menschen mit deiner Gnade.

Heiliger Geist, Tröster und Spender allen Lebens,
gib, dass die Blinden sehen, die Unterdrückten Befreiung erfahren und den Armen die Frohbotschaft des Evangeliums verkündet wird.

Heiligste Dreifaltigkeit, in Liebe geeint;
hilf der Kirche und der Welt, in Einheit und Frieden zu leben.

Jesus, Du schenkst uns das Wort und das Brot des Lebens;
lass uns Deine Gegenwart und Deine machtvolle Hilfe in unserem Leben immer erfahren.

Jesus, nimm unsere verstorbenen Mitbrüder auf in Dein himmlisches Reich;
und lass sie das Licht Deines Angesichts erblicken.

Vater unser.

Oration

Allmächtiger Gott,
durch dein menschgewordenes Wort
schenkst du den Menschen die Versöhnung;
gib auf die Fürsprache des heiligen Priesters Arnold,
dass alle Völker durch das Licht des Wortes
und den Geist der Gnade
befreit werden von der Finsternis der Sünde
und so den Weg zum Heil finden.
Durch unseren Herrn Jesus Christus.

Von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung am 5 Januar 2007 genehmigte Übersetzung des lateinischen Originaltextes. Franciscus Card. Arinze, Präfekt.